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Mitgliederversammlung des DRK Telgte mit umfangreichen Wahlen

Neustart nach Corona-Unterbrechung

Telgte

Umfangreiche Wahlen standen bei der Mitgliederversammlung des DRK Telgte auf dem Programm. Zudem gab es einen Ausblick auf die nächsten Aktivitäten.

Von Klaus Kaffilleund

Bei der Mitgliederversammlung wurden neu in den Vorstand gewählt: Guido Depenbrock als Justiziar (r.) sowie Nadine Schulze (3.v.r) und Angelo Defayay (5.v.r.). Foto: DRK

Nachdem die Termine für die Zusammenkunft 2020 und 2021 coronabedingt immer wieder verschoben worden waren, fand am Freitag nun die Mitgliederversammlung des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) statt. Dabei standen umfangreiche Wahlen auf dem Programm: Die Anwesenden bestimmten den Vorstand und einen neuen Justiziar.

„Die aktuelle Lage ließ eine Versammlung 2020 nicht zu und auch Ende 2021 mussten wir diese verschieben“, betonte der Vorsitzende Christian Gehling zu Beginn noch einmal. „Daher werden wir heute die Jahre 2019 und 2020 beschließen müssen.“ Um so erfreulicher sei es, dass 20 Mitglieder des Ortsvereins zum großen Teil wieder für Vorstandsaufgaben zur Verfügung stünden, betonte er.

Die bisherige Justiziarin Ursula Horsel stellte ihr Amt zur Verfügung und brachte zugleich einen Nachfolger mit. Guido Depenbrock wurde einstimmig gewählt. Neu im Leitungsgremium als Beisitzer sind Nadine Schulze und Angelo Defayay. Beide sind in der Bereitschaft tätig.

In seinem Geschäftsbericht blickte der Vorsitzende auf die Aktivitäten zurück. 2019 lief noch alles normal, und Sanitätsdienste fanden statt. Aufgrund der Corona-Pandemie seien ab 2020 alle Sanitätsdienste bei Veranstaltungen wie Kirmes, MGM oder Sportveranstaltungen ausgefallen. Die einzigen Aktivitäten, die es während dieser Zeit gab, seien mehrere Einsätze in Testzentren gewesen, berichtete Gehling.

Er blickte in diesem Zusammenhang auf die letzten Jahrzehnte zurück, in denen es immer wieder zu Ereignissen gekommen sei, die zuvor von vielen nicht für möglich gehalten worden seien. Daher sei der Katastrophenschutz wichtig und richtig, sagte er und forderte zugleich: „Wir müssen neue Wege gehen, um Ehrenamtliche für die Arbeit im Roten Kreuz und im Katastrophenfall zu gewinnen.“

Gleichzeitig lobte er die ehrenamtlich bereits Aktiven. Mit Zuversicht blickte er auf das Jahr 2022: „Wir stehen mit dem Sonntagstreff in den Startlöchern, und die Blutspende soll ebenfalls wieder normal laufen. Für alle Bereiche, auch für den Katastrophenschutz, benötigen wir Personen, die mit anpacken wollen.“

Bei der Blutspende gibt es nach Angaben der Verantwortlichen konstante Zahlen, die sich bei rund 1150 Blutspenden pro Jahr eingependelt haben.

Die Anzahl der unterstützenden Mitglieder sei jedoch stark von 770 in 2018 auf 690 in 2020 gesunken. Auf diesen Bereich soll ein besonderer Fokus gelegt werden, denn die Arbeit des Roten Kreuzes vor Ort wird ausschließlich durch Spenden und Einnahmen durch Sanitätsdienste finanziert. Eine Unterstützung aus der öffentlichen Hand gebe es nicht.

„Das Rote Kreuz besteht nicht nur aus Blaulicht. Es bietet vielfältige Betätigungsfelder im sozialen Bereich oder auch als Fördermitglied“, sagte Gehling zum Schluss.

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