Baulücken in Telgte schließen

Nicht zum Bauen zwingen

Telgte

Innerstädtische Baulücken sollen geschlossen werden. Das wünschen sich die Grünen, die den Grundstückseigentümern auch Fristen setzen wollen, bis wann die Flächen zu bebauen sind. Die übrigen Parteien möchten das Thema Baulücken auch angehen, aber keinen Zwang ausüben.

Stefan Flockert

Nach Möglichkeit sollen die Baulücken im Stadtgebiet geschlossen werden. Gezwungen werden sollen die Grundstückseigentümer aber nicht. Foto: Große Hüttmann

Wohnraum ist in Telgte ein rares Gut. Viele Anstrengungen wurden seitens der Politik und der Verwaltung unternommen, um Abhilfe zu schaffen. Doch weiterhin übersteigt die Nachfrage das Angebot. Deshalb wollen die Grünen dafür sorgen, dass innerhalb von Baugebieten brachliegende Flächen bebaut werden. „Es gibt Baulücken, die wir seit mehr als zehn Jahren nicht geschlossen bekommen“, begründete Gerd Klünder (Grüne).

Der Planungsausschuss einigte sich in seiner jüngsten Sitzung darauf, die Verwaltung zu beauftragen, unbebaute potenzielle Baugrundstücke zu ermitteln. Außerdem soll die Verwaltung darlegen, wie diese Flächen einer Bebauung und somit einer Wohnraumnutzung zugeführt werden könnten.

Zunächst hatten die Grünen zudem noch beantragt, die Besitzer potenzielle Bauplätze über das sogenannte „Baugebot“ zu zwingen, ihre Grundstücke zu bebauen beziehungsweise innerhalb einer gesetzten Frist einen Bauantrag zu stellen. In der Diskussion zu diesem Punkt wurde schnell deutlich, dass dieser keine Mehrheit finden würde. Das „Baugebot“ sei Politik gegen den Bürger. Vielmehr müssten in Gesprächen Anreize gesetzt werden, sagte Volker Hövelmann (CDU). Ins gleiche Horn stieß Detlev Dierkes (FDP): „Man kann mit den Leuten reden. Man darf sie aber nicht zwingen.“

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