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DLRG holt Schwimmreifenmann aus der Ems

Paul ins Winterquartier gebracht

Telgte

Die DLRG hat Schwimmreifenmann Paul, eines der am meisten fotografierten Kunstwerke in Telgte, aus dem Wasser geholt. Anschließend bekam er eine Dusche und wurde ins Winterlager gebracht.

Von A. Große Hüttmannund

Geduld, Geschick und auch ein wenig Kraft waren gefragt, um Schwimmreifenmann Paul von seinen Halteseilen zu befreien, damit er anschließend ins Winterlager gebracht werden konnte. Foto: Andreas Große Hüttmann

Paul hatte augenscheinlich noch keine Lust auf das Winterlager, denn er wehrte sich regelrecht gegen die Bemühungen der DLRG Telgte, ihn von seinem Stammplatz am Wehr am Christoph-Bernsmeyer-Haus zu lösen. Zumindest benötigten die Ehrenamtlichen längere Zeit, um ihn vom Standort zu lösen.

„Die gesamte Befestigungstechnik war teils angerostet und oxidiert“, erläuterte Einsatzleiter Leon Scheffler im Anschluss, warum es einige Zeit dauerte, bis der Schwimmreifenmann neben dem DLRG-Boot in Richtung Bootshäuser geschleppt werden konnte.

Denn damit Paul nur ein wenig Spielraum an seinem Liegeplatz hat, ist er an einem Stahlseil und einem schweren Grundgewicht befestigt. Und die Schäkel und Sicherungskarabiner hatten in den vergangenen Monaten im Wasser gelitten.

Doch schließlich gelang es der dreiköpfigen Bootsbesatzung, mit Geduld, Geschick und auch ein wenig Kraft, den Schwimmreifenmann zu befreien. Auch die Dekoration, die Unbekannte dem Kunstwerk bereits vor einiger Zeit spendiert hatten, wurde abgenommen. Um im kommenden Frühjahr das Stahlseil wiederzufinden, wurde am Ende ein Schwimmballon am Seil befestigt.

Der Rest war für die DLRG kein Problem. An einem Seil gesichert, wurde das Kunstwerk vom Wehr zu den Bootshäusern geschleppt, um am Rathaus-Spielplatz auf eine Palette verladen und zum DLRG-Bootshaus gebracht zu werden.

Dort wurde Paul von Mitarbeitern des Bauhofes abgeholt. Nach einer säubernden Dusche geht es auf einer Palette in die Regale des Bauhofes, wo der Schwimmreifenmann die nächsten Monate warm und trocken auf den Frühling warten wird.

Das Kunstwerk der Wittener Künstlerin Christel Lechner ist übrigens nicht nur ein beliebtes Foto- und Filmmotiv, sondern ist auch schon zu weiteren Ehren gekommen. Die Betonfigur hat es unter anderem in das Panini-Stickeralbum Münster geschafft. Dort wirbt sie für den Nachbarort Telgte, was natürlich das städtische Kulturbüro mächtig freut. Überhaupt, in dieser Einschätzung sind sich viele im Rathaus einig, ist Paul zusammen mit dem Ausrufer das meist fotografierte Kunstwerk in der Emsstadt.

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