Gemeinsame Übung der Feuerwehr Telgte mit der Feuerwehr Everswinkel

Personenrettung hatte Priorität

Telgte

Die Rettung von Personen stand bei der gemeinsamen Übung der Feuerwehr Telgte mit der Feuerwehr Everswinkel im Vordergrund.

A. Große Hüttmann

Zahlreiche Übungsopfer mussten die Mitglieder der Feuerwehren aus Telgte und Westbevern aus dem Gebäude retten. Alle Hände voll zu tun hatten dabei Einsatzleiter Benjamin Schürholt und die übrigen Führungskräfte der Wehren (kl. Bild). Foto: Große Hüttmann

Für Einsatzleiter Benjamin Schürholt war es keine leichte Aufgabe. Denn die Mimen, die bei einer gemeinsamen Übung der Feuerwehr Telgte mit der Feuerwehr Everswinkel am lautesten um Hilfe riefen, waren am Ende die, die eigentlich am wenigsten gefährdet waren. „Das war ein Ziel der Übung, die Lage so zu analysieren, dass die Opfer in der Reihenfolge gerettet werden, in der es die Gefährdung auch wirklich notwendig macht“, sagte Udo Bubbel vom Löschzug Telgte, der zusammen mit Joachim Pupkes das Szenario erstellt hatte.

Die angenommene Lage war ein Feuer nach einem Blitzschlag in dem Telgter Unternehmen Bewatec im Orkotten. Dadurch war die Halle in Brand geraten. Zwei Mitarbeiter, die zu diesem Zeitpunkt noch vor Ort waren, hatten sich retten können. Schwieriger allerdings war die Übungslage, was das angrenzende Bürogebäude betraf. Da die elektrische Hauptverteilung im Keller durch den Blitzschlaf ebenfalls komplett zerstört worden war, zogen dichte Rauchschwaden durch das mehrstöckige Bürogebäude. Mehrere Mitarbeiter konnten daher die oberen Stockwerke nicht mehr verlassen, zudem wurden zwei Beschäftigte einer Wartungsfirma im Keller vermisst.

Eine Menge Arbeit und vor allem viel Koordinationsaufwand für die eingesetzten Kräfte der Feuerwehren Telgte und Everswinkel. Priorität hatte dabei die Personenrettung, die zum Teil mit Hilfe zweier Drehleitern geschah. Die Übungsopfer wurden auf einem eigens eingerichteten Sammelplatz erstversorgt, bevor sie an den Rettungsdienst übergeben wurden.

„Die Übung hat gezeigt, dass das Zusammenspiel unterm Strich gut funktioniert hat“, sagte Udo Bubbel am Ende. Allerdings habe das Szenario auch offenbart, dass es in kleineren Bereichen einen Optimierungsbedarf gebe. Dazu sollen die nächsten Dienstabende genutzt werden. „Genau das ist der Sinn einer Übung, dass man Schwachstellen aufdeckt, damit im Ernstfall alles läuft“, betonte Udo Bubbel am Ende der Auswertung.

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