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Brücke an der Bevermündung derzeit gesperrt / Sanierung wird vorbereitet

Pferdeäppel machen Probleme

Westbevern

Gesperrt ist derzeit die Brücke über die Bevermündung. Viele der Bohlen sind völlig durchgegammelt, zudem ist die Tragfähigkeit der Konstruktion eingeschränkt.

Von A. Große Hüttmann

Gesperrt ist derzeit die Brücke über die Bevermündung, links ist die Ems zu sehen. Viele der Bohlen sind völlig durchgegammelt, zudem ist die Tragfähigkeit der Konstruktion eingeschränkt. Foto: Andreas Große Hüttmann

Die Holzbrücke an der Mündung der Bever in die Ems ist marode und muss dringend saniert werden. Um weder Fußgänger oder Radfahrer noch Reiter zu gefährden hat die Verwaltung das Bauwerk am Wochenende gesperrt. Denn verrottete Bohlen sind nur das eine, auch ein Ständer in der Gesamtkonstruktion ist stark angegriffen. Und an etlichen Stellen sind beispielsweise herausschauende Nägel ein zusätzliches Problem.

Mit der Vollsperrung wollen die Verantwortlichen auf Nummer sicher gehen. Denn gerade Reiter und ihre Pferde, die – obwohl eigentlich sei längerer Zeit untersagt – die Brücke genutzt haben, hätten die marode Konstruktion gewichtsmäßig oft erheblich belastet, heißt es dazu aus der Verwaltung.

Die Verwaltung hat bereits ein Ingenieurbüro mit einer Prüfung der Brücke beauftragt, um einen Überblick über die Sanierungskosten und die notwendigen Maßnahmen zu bekommen. Mit einem Ergebnis ist aber nicht so schnell zu rechnen, daher wird die Sperrung wohl längere Zeit notwendig sein. Nach einer ersten Inaugenscheinnahme des Bauwerks gilt es als wahrscheinlich, dass die Kosten im fünfstelligen Bereich liegen werden.

Die Holzbrücke über die Bevermündung hat eine umfangreiche „Behördengeschichte“. Bereits im Jahr 2009 hatte die Bezirksregierung, seinerzeit Besitzer des Bauwerkes, bei einer Untersuchung etliche Mängel in der Konstruktion festgestellt. Seitens des Landes sah man daraufhin keine Notwendigkeit, die Brücke weiterhin zu erhalten, was vor Ort jedoch ganz anders gesehen wurde. Es gab eine private Unterschriftenaktion, und auch Rat und Verwaltung wollten sie nicht aufgeben.

Schlussendlich ging das Bauwerk in den Besitz der Stadt über und wurde 2012 in Teilbereichen saniert.

Nach Angaben von Bürgermeister Wolfgang Pieper, er äußerte sich in der Ratssitzung dazu, liegt ein Teil des Problems auch in den Hinterlassenschaften der Pferde, die die „natürliche Kompostierung des Holzes beschleunigen würden“.

Nach Angaben der Stadtverwaltung übrigens kein Einzelfall, denn auch bei anderen Brückenbelägen seien Pro­bleme durch Pferdeäppel bekannt.

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