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Sparbemühungen noch nicht feststellbar

Privatkunden verbrauchen mehr Gas

Telgte/Ostbevern

Bei den Großkunden haben die Stadtwerke Ostmünsterland im September im Vergleich zum Vergleichsmonat 2021 einen niedrigeren Gasverbrauch registriert. Bei den Haushaltskunden hingegen war das nicht der Fall.

Die Gaspreise sind explodiert. Deshalb wird zum Sparen aufgerufen. Bei den Privatkunden konnten die Stadtwerke das allerdings im September noch nicht feststellen. Foto: Wolfgang Maria Weber/www.imago-images.de

Die Bürger sind angehalten, jetzt schon Energie zu sparen, damit

es in den Wintermonaten nicht zu Engpässen kommt, die Heizung warm bleibt und Strom aus der Steckdose kommt. „Die Lage ist angespannt und eine weitere Verschlechterung der Situation kann nicht ausgeschlossen werden“, schrieb die Bundesnetzagentur am Freitag in ihrer aktuellen Einschätzung zur Gasversorgungslage.

Aber sparen die Bürger auch wirklich Gas? Bei den Großkunden im Gesamtgebiet der Stadtwerke Ostmünsterland – sie versorgen Drensteinfurt, Ennigerloh, Oelde, Ostbevern, Sendenhorst und Telgte mit Strom, Wärme und Erdgas, Wasser und energienahen Dienstleistungen – sei ein Rückgang im Erdgasverbrauch im September 2022 im Vergleich zum Vorjahresverbrauch 2021 um 26 Prozent notiert worden. „Unsere Großkunden setzen Erdgas vorwiegend für die Produktion ein“, teilen die Stadtwerke auf WN-Anfrage mit.

Der Erdgasverbrauch im Bereich der Haushaltskunden sei hingegen im gesamten Gebiet der Stadtwerke im September 2022 im Vergleich zum Vorjahr September 2021 leicht angestiegen. „Aufgrund der nachts kalten Temperaturen im September 2022, hat sich der Verbrauch bei den Privathaushalten für den Monat September 2022 zwar um 44 Prozent erhöht, jedoch fiel Zahl der kalten Nächte im September 2021 um 45 Prozent geringer aus. Anhand dieser Faktoren ist somit dort nicht wesentlich ein Mehrverbrauch für den Monat September 2022 im Vergleich zu September 2021 erkennbar“, heißt vonseiten des Versorgers weiter. „Die Einspareffekte werden unseres Erachtens erst in der eigentlichen Heizsaison ab Oktober ersichtlich.“

Die Gasversorgung in Deutschland sei im Moment aber stabil, so die Bundesnetzagentur. Die Versorgungssicherheit in Deutschland ist derzeit weiter gewährleistet. Die Speicher waren in Deutschland am Freitag zu mehr als 96 Prozent gefüllt. Die Bundesnetzagentur beobachte die Lage genau und stehe in engem Kontakt zu den Netzbetreibern.

Festgestellt hat die Bundesnetzagentur, dass der Gasverbrauch in Deutschland „im Vergleich zum durchschnittlichen Verbrauch der letzten vier Jahre zurückgegangen“ ist. Trotzdem wird „ausdrücklich die Bedeutung eines sparsamen Gasverbrauchs“ betont.

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