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Schulen bereiten sich auf Notbetreuung vor

Prophylaktisch um Anmeldung gebeten

Telgte

Auch wenn den Grundschulen am Donnerstagmorgen noch genauere Informationen fehlten, machten sie sich dennoch schon einmal daran, die Notbetreuung für die nächsten Wochen vorzubereiten.

Stefan Flockert

Präsenzunterricht wird es mindestens bis zum 31. Januar nicht geben. Foto: dpa

Lockdown light, dann wieder verschärfter coronabedingter Shutdown. Die sich damit immer wieder ändernden Verordnungen stellen die Schulen und die Schulämter alle paar Wochen vor neue Herausforderungen. So auch jetzt wieder: Klar ist, dass es nach Ferienende am kommenden Montag mindestens bis Ende Januar keinen Präsenzunterricht geben wird. Lediglich eine Notbetreuung für Schüler der Klassen eins bis sechs wird eingerichtet. Der Großteil der Schüler wird wieder daheim auf Distanz lernen.

„Die Schulen sind gerade dabei, sich zu sortieren“, sagt Tanja Schnur, Leiterin des Fachbereichs Schulen, am Donnerstagmittag. Klar sei, dass es an allen vier Grundschulen und an den beiden weiterführenden Schulen eine Notbetreuung geben werde.

Die Grundschulen hätten sich bereits untereinander abgestimmt, auch wenn es noch nichts Offizielles gebe, berichtete Elisabeth Ewers, Leiterin der Marienschule. Die Schulleitungen haben schon vor Bekanntwerden der detaillierten Vorgaben aus Düsseldorf vorsorglich einen Elternbrief an alle Erziehungsberechtigten versandt und um eine Anmeldung für die Notbetreuung gebeten, sollte diese benötigt werden. Rückmeldung soll bis Freitag gegeben werden, um die Zahl der zu betreuenden Kinder zu ermitteln und dann Vorbereitungen treffen zu können.

Notbetreuung für alle Schüler, deren Eltern das wünschen

Auch das Maria-Sibylla-Merian-Gymnasium hat den Bedarf abgefragt. Schulleiterin Mechthild Rövekamp-Zurhove geht aber davon aus, dass das Angebot nur von einer „sehr kleinen Gruppe“ angenommen wird. „Aber für die stehen dann ganz viele Menschen bereit, um sie zu betreuen“, so die Schulleiterin. Für den digitalen Unterricht zu Hause könnten Schülern, wenn benötigt, Endgeräte zur Verfügung gestellt werden. Oft scheitere alles aber auch am heimische Internet. Schüler, die in diesem Bereich Probleme hätten, könnten auch gerne in die Schule kommen. Dort gebe es genügend Platz, um zu lernen und dabei auch Distanz zu halten.

Inge de Lange geht davon aus, dass es von den Fünft- und Sechstklässlern der Sekundarschule einige Anmeldungen geben wird. Die Schulleiterin erinnert daran, dass die Beteiligung schon vor den Ferien hoch war. Für den digitalen Unterricht hofft sie, dass die dafür genutzte Plattform nicht wieder überlastet ist. „Wir als Schule sind gut aufgestellt“, so Inge de Lange. „Was nutzt das, wenn die Server die Leistung nicht bringen?“

Gegenüber dem Lockdown im Frühjahr 2020 gibt es den entscheidenden Unterschied, dass die Notbetreuung für alle Schüler, bei denen die Eltern dies wünschen, eingerichtet wird und nicht nur für die Mädchen und Jungen von Müttern und Vätern, die in systemrelevanten Berufen arbeiten.

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