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Gemeinde trauert um Seelsorger

Propst HeinrichTietmeyer verstorben

Telgte

Der frühere Telgter Propst Heinrich Tietmeyer ist am Montag im Alter von 86 Jahren verstorben.

-agh-

Heinrich Tietmeyer verstarb am Montag. Foto: Paul Nienhaus

Heinrich Tietmeyer ist tot: Der frühere Propst in Telgte verstarb am Montag im Alter von 86 Jahren. Er war über 60 Jahre lang als Priester tätig, davon rund zwei Jahrzehnte in St. Clemens. 2004 ging er in den Ruhestand und zog zusammen mit seiner Schwester Antonia nach Rheine um, wo er in der Pfarrei St. Dionysius weiter vielfältige seelsorgerische Aufgaben übernahm. Der Kontakt nach Telgte blieb bestehen, außerdem verfolgte er intensiv die Veränderung in der Emsstadt und speziell in seiner ehemaligen Gemeinde. Noch am 24. Juli dieses Jahres konnte Tietmeyer mit vielen Gästen sein 60-jähriges Priesterjubiläum feiern.

Direkt nach der Priesterweihe im Jahr 1961 war er zunächst als Aushilfe in Greven St. Martin tätig. Im selben Jahr wechselte er als Kaplan nach Münster-Hiltrup. 1964 übernahm er eine neue Aufgabe als Kaplan in Datteln St. Joseph. Von dort aus wurde er im gleichen Jahr Bezirkspräses der Kolpingfamilie, Ortskaplan der CAJ und Dekanatsjugendseelsorger der sogenannten Mannesjugend, bis er 1969 Kaplan in Stadtlohn St. Otger wurde. 1972 übernahm er die Pfarrstelle in Wesel Herz Jesu sowie die Stelle als Präses der katholischen Arbeitnehmer-Bewegung. Im Jahr 1973 wurde er ebenfalls Definitor im Dekanat Wesel und Frauenseelsorger. Von 1974 bis 1975 war er zusätzlich Pfarrverwalter in Hamminkeln St. Antonius. 1982 ernannte man ihn zum Dechanten in Wesel.

1984 wurde er schließlich Pfarrer und Propst in Telgte. Neben der Wallfahrt, die ihm stets ein großes Anliegen war, standen für ihn Hausbesuche und andere direkte Kontakte mit den Gemeindemitgliedern im Fokus. In den rund 20 Jahren in Telgte hat er nach eigenen Angaben mehr als 5000 Hausbesuche durchgeführt.

Als einen der Höhepunkte in seiner Telgter Zeit bezeichnete er das Wallfahrtsjubiläum im Jahr 2004, das groß gefeiert wurde. Seinerzeit wurde die Krönung des Gnadenbildes, die 1904 vorgenommen worden war, feierlich von Kurienkardinal Gilberto Agustoni aus Rom und dem damaligen Bischof von Münster, Dr. Reinhard Lettmann, erneuert.

Am Donnerstag (26. August) findet um 18 Uhr in der Propsteikirche St. Clemens ein Totengebet zum Andenken an den Verstorbenen statt.

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