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„Grünspangen“ in Telgte-Süd

Raum für Aktivität, aber auch für Ruhe

Telgte

Zwei Grünbereiche sind im Baugebiet Telgte-Süd vorgesehen. Der eine eher für Ruhe und Begegnung, der andere für Aktivität und Sport.

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Zwei Grünbereiche für Ruhe und Begegnung auf der einen Seite und für Aktivität und Sport auf der anderen sind im Baugebiet Telgte-Süd geplant. Foto: Planungsbüro nts

Unterschiedliche Funktionen sollen die beiden „Grünspangen“, wie Rolf Suhre von der Ingenieurgesellschaft nts sie nannte, im geplanten Baugebiet Telgte-Süd haben. Einen Raum der Ruhe und der Begegnung soll der erste Grünbereich innerhalb des ersten Bauabschnitts im westlichen Bereich des Plangebiets bieten. Wege durchziehen den Grüngürtel, die eine Verbindung zu der nördlich liegenden Wohnbebauung und dem Freiland im Süden haben sollen. Ein Kinderspielplatz, Boulefelder, ein Grillplatz, Tische mit Sitzbänken und Picknickflächen sind dort vorgesehen. Ein Weg durchzieht diese Spange von West nach Ost, der beispielsweise von Müllfahrzeugen, aber nicht vom privaten Verkehr genutzt werden darf.

Die Grünspange am östlichen Ende des zweiten Bauabschnitts ist auf Sport und Aktivität ausgerichtet. Verschiedene Bewegungsangebote für Jung und Alt sollen dort integriert werden. Gedacht wird hier an Kletterfelsen und eine Kletterwand im Norden. Weiter südlich soll ein Streetballfeld entstehen genauso wie eine Pumptrackbahn, die asphaltiert werden soll, damit sie auch inklusiv – beispielsweise von Rollstuhlfahrern – genutzt werden kann.

Die Höhenunterschiede auf den beiden Grünspangen sollen nicht aufgefüllt werden und somit zusammen mit den Regenrückhaltebecken Stauraum für Starkniederschlagsereignisse bieten. Die Bepflanzung ist klimaverträglich und insektenfreundlich geplant.

670 000 Euro waren für die Gestaltung der beiden Grünbereiche eigentlich kalkuliert. Jetzt wird aber mit 900 000 Euro gerechnet. Die Stadt hofft aber auf eine Förderung von 340 000 Euro aus dem Investitionspaket Sportstätten. „Wenn die Förderung nicht kommt, können wir aber auch flexibel reagieren“, so Bürgermeister Wolfgang Pieper. Dann könnten einzelne Bereiche zurückgestellt werden.

Wenn alles nach Plan laufe, könne in Telgte-Süd das Umlegungsverfahren zur Bodenordnung bis Ende 2021 abgeschlossen werden, so Pieper. Dann würde in 2022 mit der äußeren Erschließung für die Tangente begonnen. Sukzessive schließe sich die innere Erschließung des Quartiers mit Kanal, Regenrückhaltung, Straßen, Strom, Wasser, Glasfaser und Wärmeversorgung an. „Ich gehe optimistisch davon aus, dass im Jahr 2023 die ersten Baukräne in dem Quartier stehen werden“, erklärt der Bürgermeister. „Die Freiflächen würden sich dann aber durchaus schon 2023/24 in die Bautätigkeit einfädeln und nach und nach mit realisiert.“

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