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Schauspieler berichten authentisch über Gewalt im Alltag

Reale Fälle beeindrucken Jugendliche nachhaltig

Telgte

IÖsst das Ganze real oder Fiktion? Die Jugendlichen waren sich nicht sicher, als die Akteure des Theaters Till aus Düsseldorf über Gewalt im Alltag sprachen.

-agh-

Vor Schülern der neunten und zehnten Klassen der Sekundarschule berichteten fünf Akteure anhand von realen Fällen, wie Täter und Opfer mit Gewalt umgehen. Foto: Andreas Große Hüttmann

Es war mucksmäuschenstill in der Aula des Schulzentrums, als die fünf Personen auf der Bühne schilderten, wie sie in ihrem Leben mit Gewalt in Berührung gekommen sind und wie sie zu Gewalt im Alltag stehen – sei es Fremden gegenüber oder aber im Miteinander in der Gesellschaft.

Sichtlich beeindruckt von den Schilderungen verfolgten die Neunt- und Zehntklässler der Sekundarschule das Ganze. Für viele der Jugendlichen war zu diesem Zeitpunkt noch nicht klar, dass es sich zwar um reale Fälle handelt, die Akteure auf der Bühne aber Schauspieler waren.

Denn die Akteure des Theater Till aus Düsseldorf verstanden es, die Fälle authentisch über zu bringen. Opfer und Täter – gemeinsam in einem Raum – äußerten ihre Motive, ihre Ängste, ihre Gefühle. Da ging es heiß her, es wurde provoziert, geschrien und Gänsehaut erzeugt.

„Das ging unter die Haut“

„Das ging unter die Haut“, sagte Schulsozialarbeiterin Irmgard Baader am Ende. Sie hatte zusammen mit ihrer Kollegin Ursula Blum-Willich die Veranstaltung organisiert, die der Abschluss von verschiedenen Veranstaltungen und Gesprächsrunden rund um das Thema Gewalt war.

„Wir haben die vergangenen Wochen intensiv genutzt, um uns zusammen mit den Schülern nicht nur auf dieses Stück vorzubereiten, sondern auch verschiedene Formen von Gewalt im Alltag und Miteinander zu thematisieren und dabei immer wieder herauszustellen, wie man sich dabei verhalten kann. Der Begriff Zivilcourage stand dabei unter anderem immer wieder im Mittelpunkt“, erläuterte Baader.

Und so ging es auch nach dem Stück weiter. Bei einer Fragerunde hatten die rund 200 Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, mehr über die Fälle zu erfahren. Zudem wurde anschließend in den Klassen, jeweils ein Schauspieler stand dabei zur Verfügung, weiter diskutiert.

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