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Unternehmensparcours an der Sekundarschule

Richtige Firma fürs Praktikum finden

Telgte

Vom Unternehmensparcours an der Telgter Sekundarschule profitieren Schüler und Unternehmen gleichermaßen.

Von Stefan Flockert

Mit Begeisterung waren die Achtklässler bei der Sache, als sie an einem Stand der Firma Münstermann schweißen durften.Bei Hygi.de Wasserleitungen wurden an dieser von der Firma Karthaus & Engberding aufgestellten Wand verlegt. Foto: Stefan Flockert

„Hurra, endlich findet wieder etwas statt“, freute sich Wirtschaftsförderer Andreas Bäumer. Und Magdalena Münstermann von der Westbeverner Firma Münstermann fügte ebenfalls sehr zufrieden hinzu: „Alle Schüler waren mit hoher Motivation bei der Sache.“ Beide waren in die Sekundarschule an der Marienlinde gekommen, um sich ein Bild vom Unternehmensparcours zu machen, der coronabedingt im vergangenen Jahr ausfallen musste und nun zur Freude von Schülern, Schule und Unternehmen wieder stattfinden konnte.

Es war die dritte Auflage dieses Angebots. Die Besonderheit ist, dass nicht die Schüler zu den Unternehmen gehen, sondern dass die Firmen in die Schule kommen und den Schülern – in diesem Jahr waren es die Achtklässler – präsentieren, welche Betätigungsfelder sie zu bieten haben. Vier Bereiche wurden in den zurückliegenden Jahren immer abgedeckt: Technik, Kaufmännisches/IT, Industrie und Soziales. Aus Termingründen war Westfalenfleiß in diesem Jahr nicht mit von der Partie. Dafür hatten Karthaus & Engberding, Münstermann und Hygi.de ein buntes Programm organisiert. Die Schüler konnten an verschiedenen Stationen in Klassenräumen und in der Aula die verschiedensten Dinge ausprobieren und in unterschiedliche Berufsfelder hineinschnuppern.

„Wir möchten die Schüler auf Praktika, aber auch auf den Beruf vorbereiten“, erläutert Roman Kröger, Leiter Personalmanagement bei Hygi.de. „Sie sollen hineinschnuppern und feststellen, ob dieser Berufsfeld etwas für sie ist.“ Für die Schüler sei das wichtig. Gleiches gelte aber auch für die Unternehmen. „Die Firmen wollen schließlich auch die richtigen Praktikanten finden“, so Kröger.

Für Magdalena Münstermann ist die Vernetzung von Wirtschaft und Schule wichtig. Die Schüler müssten mit Technik konfrontiert werden. Und diese auch praktisch anwenden können. Wenn sie dann von der Technik begeistert seien, dann steige automatisch die Motivation. „Und dann macht das Lernen Spaß – und wenn es Spaß macht, bleibt auch etwas hängen“, so Münstermann.

Bei der Firma Münstermann konnten die Achtklässler einen 3D-Drucker bestaunen oder sich im Schweißen versuchen. Bei Hygi.de war es möglich, spielerisch den Online-Shop des Versandhändlers zu erkunden. Der Versender hatte aber auch Roboter dabei, die ausprobiert konnten. Anhand eines Lego-Mindstorms-Roboter wurde auch gezeigt, wie dieser programmiert werden kann.

Thomas Probst und weitere Mitarbeiter von Karthaus & Engberding hatten eine Wand aufgebaut, an der die Schüler Rohrleitungen verlegen konnten, durch die am Ende sogar Wasser floss. Auch mit Strom im Niederspannungsbereich wurde gearbeitet. Hier erhielten die Schüler einen Einblick in die Welt von Smart Home.

Von Seiten der Sekundarschule waren die Lehrer Susanne Velske-Beimesche und Josef Götte mit der Organisation dieses Tages betraut.

Andreas Bäumer teilte mit, dass die Berufserkundungstage der ehemaligen Achtklässler, die im vergangenen Jahr ausgefallen waren, wahrscheinlich am 4. und 24. November nachgeholt werden.

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