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Aktion auf dem Wochenmarkt

Rosen aus dem fairen Handel

Ostbevern

Die Fairtrade-Steuerungsgruppe Ostbevern organisiert einen Rosenverkauf aus dem fairen Handel auf dem Wochenmarkt.

Die Fairtrade-Steuerungsgruppe Ostbevern setzt sich für menschenwürdige Arbeitsbedingungen, gerechte Entlohnung sowie Geschlechtergerechtigkeit ein. Foto: privat

Rosen stehen für Stil und Eleganz, sind ein Zeichen der Zuneigung – das Geschenk für einen besonderen Menschen. Für viele Tausend Beschäftigte auf Blumenfarmen in Afrika und Lateinamerika steht die Rose jedoch vor allem für eines: für ein Einkommen, mit dem sie ihre Familien ernähren können.

Am Donnerstag (20. Mai) organisiert die Fairtrade-Steuerungsgruppe Ostbevern einen Rosenverkauf aus dem fairen Handel auf dem Wochenmarkt. Die Blumen sind von 8 bis 12.30 Uhr erhältlich. „Mit dieser Rosenaktion wird auf unsere Abhängigkeit in Deutschland von den Produktionsländern in Afrika und Lateinamerika hingewiesen und zugleich unsere damit verbundene Verantwortung für menschenwürdige Arbeitsbedingungen, gerechte Entlohnung sowie Geschlechtergerechtigkeit“, heißt es in der Pressemitteilung der Steuerungsgruppe. Die Fairtrade-Farmen liegen in Kenia, Äthiopien, Tansania, Uganda, Simbabwe, Ecuador, El Salvador, Sri Lanka und Costa Rica.

Gut 80 Prozent der in Deutschland verkauften Schnittblumen müssen laut Fairtrade-Steuerungsgruppe importiert werden. Doch bereits jede dritte in Deutschland verkaufte Rose trage das Fairtrade-Siegel. Fair gehandelte Rosen stehen für faire Arbeitsbedingungen und bessere Löhne – sie stehen für den Kampf um mehr Geschlechtergerechtigkeit im globalen Süden.

Mit einigen Zahlen verdeutlicht die Fairtrade-Steuerungsgruppe das Problem: 702 Millionen Menschen leben weltweit in extremer Armut von weniger als 1,90 Dollar am Tag, mindestens 70 Prozent davon sind Frauen. 45 Prozent der auf Rosenfarmen Beschäftigten im globalen Süden sind Frauen. Sie ziehen, pflegen und ernten Milliarden Rosenstiele jährlich, auch und insbesondere für den deutschen Markt.

„Obwohl sie, so wie Millionen Frauen weltweit, mit der Führung des Haushalts, mit der Kindererziehung sowie mit ihrem Einkommen eine immens wichtige Rolle spielen im Rahmen der Familie und der gesamten Gesellschaft, haben sie selten die gleichen Rechte wie die Männer ihrer Gemeinschaft. Von eigenem Besitz ganz zu schweigen“, heißt es in der Pressemitteilung der Steuerungsgruppe. Geschlechterdiskriminierung, mangelnder Arbeits- und Gesundheitsschutz sowie niedrige Löhne seien einige der Probleme, mit denen Frauen in den Ländern des globalen Südens zu kämpfen hätten.

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