1. www.wn.de
  2. >
  3. Muensterland
  4. >
  5. Telgte
  6. >
  7. Schweinestall in Flammen

  8. >

Ein Übergreifen auf das Wohnhaus konnte verhindert werden

Schweinestall in Flammen

Telgte

Der Stall eines Schweinmastbetriebes in der Bauerschaft Kiebitzpohl ist am frühen Mittwochmorgen niedergebrannt. Von den 450 darin befindlichen Tieren verendeten 30 Tiere sofort, 200 weitere mussten später getötet werden. Das Wohnhaus konnte gerettet werden.

Stefan Flockert

Die Feuerwehr brauchte Stunden, um den brennenden Dachstuhl zu löschen. Durch ihr schnelles Eingreifen konnte sie aber ein Übergreifen der Flammen auf das angrenzende Wohnhaus verhindern. Foto: Max Lametz/Feuerwehr Telgte

Ein Stall eines Schweinemastbetriebs in der Telgter Bauerschaft Kiebitzpohl, in dem sich rund 450 Tiere befanden, ist am frühen Mittwochmorgen niedergebrannt. Etwa 30 Tiere verendeten elendig. Rund 200 weitere mussten aus Tierschutzgründen nach Rücksprache mit dem Veterinäramt und dem Haustierarzt am Morgen getötet werden. 200 Schweine hatte die Feuerwehr in der Nacht retten können. Diese sind wohlauf. Menschen kamen bei dem Brand auf dem Hof Pröbsting nicht zu Schaden. Alle Bewohner konnten sich rechtzeitig in Sicherheit bringen.

Die Feuerwehr Telgte war nach Angaben von Einsatzleiter Benjamin Schürholt gegen 3.50 Uhr alarmiert worden. Unterstützung bekam sie von den Wehren aus Ostbevern, Everswinkel und Ahlen. Rund 80 Einsatzkräfte waren vor Ort.

Bei ihrem Eintreffen stand der Dachstuhl bereits in Flammen. Die Wehrleute verhinderten durch ihr schnelles Eingreifen das Übergreifen des Feuers auf das direkt angrenzende Wohngebäude. „Das war ein Minutenentscheidung, dass wir das Wohnhaus retten konnten“, berichtete Schürholt. Nicht viel hätte gefehlt und das Wohnhaus wäre auch Raub der Flammen geworden. „Unser Glück war, dass wir sehr schnell sehr viel Wasser vor Ort hatten“, so Schürholt weiter. Das sei möglich gewesen, weil zwei in Everswinkel und Ostbevern stationierte große Tankwagen ebenfalls schnell vor Ort waren und die Wasserversorgung dadurch sofort sichergestellt war.

Bei dem Brand entstand Sachschaden von rund 500 000 Euro. Nach den ersten Ermittlungen der Brandermittler der Kriminalpolizei dürfte ein technischer Defekt der Heizungsanlage brandursächlich gewesen sein.

Startseite