1. www.wn.de
  2. >
  3. Münsterland
  4. >
  5. Telgte
  6. >
  7. Telgte und Westbevern: Schwelbrand fordert Feuerwehr längere Zeit

  8. >

Großeinsatz für die Ehrenamtlichen aus Telgte und Westbevern

Schwelbrand fordert Feuerwehr längere Zeit

Telgte

Gleich vier Einsätze hatte die Feuerwehr am Sonntag. Der zeitintensivste war am Abend. Ein Schwelbrand in der Zwischendecke eines Einfamilienhauses forderte die Kräfte.

Von A. Große Hüttmann

Mit einem Großaufgebot rückte die Freiwillige Feuerwehr am Sonntagabend einem Schwelbrand in einem Einfamilienhaus in der Nähe des Jugendstadions zu Leibe. Foto: Große Hüttmann

Mit einem Großaufgebot löschte die Freiwillige Feuerwehr am Sonntagabend in einem zeitraubenden Einsatz einen Schwelbrand in einem Einfamilienhaus in der Nähe des Jugendstadions am Rande des Klatenberges.

Aus bislang noch unbekannter Ursache brannte es nach Angaben von Feuerwehr-Einsatzleiter Carsten Einhoff in der Decke zwischen Erd- und Dachgeschoss, zudem in einem Wandbereich. Die Hausbewohner hätten den Brand bemerkt, bereits erste Löschversuche eingeleitet und parallel dazu umgehend die Feuerwehr alarmiert.

Schwelbrand in der Zwischendecke

Beim Eintreffen der ersten Kräfte drang bereits dichter Rauch unter den Dachpfannen hervor. Die beiden Hausbewohner hatten sich nach dem Notruf selbst in Sicherheit bringen können und wurden vom Rettungsdienst vor Ort behandelt.

Während ein Teil der insgesamt 56 eingesetzten Feuerwehrleute aus Telgte und Westbevern im Haus gegen den Schwelbrand vorging, stellten andere Einsatzkräfte die Wasserversorgung sicher. Dafür wurden Hydranten in der Nähe angezapft. Ein Vorteil: Da eine große Leitung vom Wasserwerk in Richtung Stadt in der Nähe der Einsatzstelle vorbeiführt, mussten sich die Feuerwehrleute keine Sorgen um die Wasserversorgung machen.

Das eigentliche Problem an dem Feuer: Der Schwelbrand hatte sich nach Angaben des Einsatzleiters in der Zwischendecke sowie der Wand regelrecht festgesetzt, zahlreiche Brandnester mussten unter anderem mit Hilfe der Wärmebildkamera entdeckt und einzeln abgelöscht werden. Dazu mussten die Feuerwehrleute in zeitraubender Arbeit unter Atemschutz Teile der Decke und der Verkleidungen aufreißen, um auch die letzten Reste des Brandes zu beseitigen. Das dauerte rund zwei Stunden, bis endlich Entwarnung gegeben werden konnte.

Entwarnung nach zwei Stunden

Nicht ganz unproblematisch war auch die Lage des Hauses in direkter Nähe zum alten Tennisplatz der SG Telgte. Das erschwerte das Aufstellen der Fahrzeuge, die teilweise auf einem Parkplatz bei Osthues-Brandhove zum Teil aber auch entlang der Landesstraße und angrenzender Bereiche standen.

Während der aufwendigen Löscharbeiten kam die Drehleiter zum Einsatz, mit deren Hilfe die gesamte Einsatzstelle aus der Höhe ausgeleuchtet werden konnte. Direkt nach dem Abrücken der Feuerwehr wurde die Brandstelle von der Kripo beschlagnahmt, um Hinweise auf die Brandursache zu bekommen. Mit einem Ergebnis ist in den nächsten Tagen zu rechnen.

Mit einem Großaufgebot rückte die Freiwillige Feuerwehr am Sonntagabend einem Schwelbrand in einem Einfamilienhaus in der Nähe des Jugendstadions zu Leibe, Foto: agh

Vier Einsätze an einem Tag

Der Schwelbrand am Sonntagabend war nur einer von insgesamt vier Einsätzen für die Feuerwehr. Zum einen wurden die Ehrenamtlichen im Rahmen der nachbarschaftlichen Hilfe zu einer Drehleiterrettung nach Everswinkel gerufen.

Noch auf der Anfahrt konnte das Fahrzeug aber wieder umdrehen, ein Einsatz war nicht mehr notwendig. Ein Pkw-Brand auf der Bundesstraße zwischen Telgte und Münster erforderte ebenfalls das Handeln der Feuerwehr. Zudem leisteten die Feuerwehrleute Amtshilfe und unterstützten die Polizei bei einem Einsatz in den Drostegärten.

Startseite