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Krink-Bücherkisten sind gut frequentiert

Second-Hand-Literatur sehr beliebt

Westbevern

Lesen ist „in“. Dieses kurze Fazit ziehen die Organisatoren der Krink-Bücherkisten auch im digitalen Zeitalter. Der analoge Lesestoff ist beliebt und nachgefragt – und Nachschub erwünscht.

Von Bernhard Niemann

Die Bücherkisten des Westbeverner Krinks sind beliebt. Sie sind stets gut gefüllt mit gut erhaltenen Büchern, für die viele Spender sorgen. Dass Lesen „in“ ist, zeigt der Bedarf an Lesestoff, der schnell wieder vergriffen ist. Foto: Bernhard Niemann

„Ich habe gerade eine Tasche voll gut erhaltener Bücher bekommen. Sie kamen zur rechten Zeit, denn so konnte ich die entstandenen Lücken in den Regalen der Krink-Bücherkiste wieder auffüllen“, freut sich Anne Papenbrock. „Es läuft super. Lesen ist in.“

In die gleiche Kerbe wie Anne Papenbrock, die die Bücherkiste auf dem Brinker Platz betreut und pflegt, schlägt auch Irmgard Fischer, die sich um das Pendant im Dorf, das sich unmittelbar an der Bever befindet, kümmert. Sie und ihr Mann Ronald gehen zwei bis drei Mal in der Woche mit zwei großen Taschen voller Bücher zur Bücherkiste im Dorf, stellen die Bücher ein, sorgen für Übersicht in den Regalen und Sauberkeit.

„Wir haben fast immer ausreichend Material, das uns gebracht wird“, freuen sich Irmgard und Ronald Fischer. Das Angebot für die Leser ist groß. Neben den Kinderbüchern sind es Jugendbücher und Romane. Einige Bücher haben bereits kurz nachdem sie eingestellt wurden neue Besitzer.

Die Bücherkisten des Westbeverner Krinks sind beliebt. Sie sind stets gut gefüllt mit gut erhaltenen Büchern, für die viele Spender sorgen. Dass Lesen „in“ ist, zeigt der Bedarf an Lesestoff, der schnell wieder vergriffen ist. Spender von gut erhaltenen Büchern sorgen aber dafür, dass die Regale umgehend wieder gefüllt werden können.

„Wir sind für Nachschub an Büchern dankbar“, bekräftigen Anne Papenbrock und Irmgard Fischer. Die Bücherkisten werden sehr gut frequentiert – derzeit mehr als zu normalen Zeiten, was sicherlich auch mit der Corona-Pandemie zusammenhänge. „Hinzu kommt jetzt noch der Winter, in dem man gerne ein warmes Plätzchen sucht und dazu in Buch liest“, so Anne Papenbrock. Insgesamt auf das vergangene Jahr gesehen seien sogar etwas mehr Bücher entnommen worden, als im vorangegangenen.

Die Arbeit macht Anne Papenbrock und Irmgard Fischer Spaß. „Wenn man Spenden an Lesestoff erhält, die man einsortiert und dann feststellt, dass die Bücher bereits einige Tage später vergriffen sind, dann schlägt das Herz höher“, sagen beide.

Fast täglich widmen sich die ehrenamtlich tätigen Beveranerinnen „ihren“ Bücherkisten, schauen nach dem Rechten und haben stets Nachschub im Gepäck. „Es werden Bücher querbeet durch alle Bereiche entnommen. Wir helfen uns gegenseitig, wenn mal das Sortiment knapp geworden ist“, bekräftigen sie. Sie legen sehr viel Wert darauf, dass gut erhaltene Bücher in die Regale gelangen. „Vor dem Einsortieren wird stets der der äußere Zustand der Bücher überprüft.“

Aus den Bücherkisten können sich Interessierte rund um die Uhr bedienen. Zur Information: Jeder kann sich ein Buch seiner Wahl herausnehmen, es vor Ort auf der Bank lesen oder auch mit nach Hause nehmen. Er oder sie kann es auch behalten. Wer es möchte, kann auch ein anderes Exemplar wieder in die Krink-Bücherkiste einstellen.

Anne Papenbrock ( 8297) und Irmgard Fischer ( 73 90 99) sehen es gerne, wenn sich Spender von größeren Büchermengen bei ihnen melden und diese dann bei ihnen zu Hause abgeben – und nicht direkt an einer der Bücherkisten abstellen. „Möge die Lesefreudigkeit auch 2022 anhalten. Wir machen die Arbeit gerne“, so beide übereinstimmend mit Blick nach vorne.

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