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Rudi Hirsch mit 86 Jahren gestorben

Sein Herz schlug für das Schützenwesen

Telgte

Mit zahlreichen Auszeichnungen wurde das Engagement von Rudi Hirsch gewürdigt. Nun ist der leidenschaftliche Schütze mit 86 Jahren gestorben.

agh

Rudi Hirsch war Gründungsmitglied der Schießabteilung St. Anna. Foto: privat

Im Alter von 86 Jahren ist Rudi Hirsch verstorben. Er war begeisterter Schütze, vielfältig auf Diözesan-, Landes- und Bundesebene engagiert sowie Gründungsmitglied der Schießabteilung St. Anna.

Rudi Hirsch wurde in Peilau in Schlesien geboren und kam nach der Vertreibung mit seiner Mutter und seiner kleinen Schwester zuerst nach Bayern, bevor Telgte schließlich seine neue Heimat wurde. Nach der Schulzeit arbeitete er zuerst auf einem Bauernhof, bevor er als Lastwagenfahrer bei Winkhaus und später viele Jahre als Busfahrer bei den Stadtwerken Münster beschäftigt war. Im Ruhestand war er zudem noch einige Jahre als Hausmeister im Kindergarten Wiesenhaus tätig, und „Rudi“ war bei den Kleinen immer äußerst beliebt.

1964 wurde er Diözesankönig

Sein Herz schlug immer für das Schützenwesen. Er war seit 1953 Mitglied der St.-Anna-Bruderschaft und Gründungsmitglied der dortigen Schießabteilung. 1964 errang er den Titel des Diözesankönigs. Von 1995 bis 2002 war er erster Brudermeister der St.-Anna-Schützen.

Doch vor allem das sportliche Schießen war seine Passion: Rudi war über 30 Jahre Schießmeister der Bruderschaft und Landesbezirksschießmeister. Zum Ehrenlandesbezirksschießmeister wurde er 2010 ernannt. Außerdem war er viel Jahre im Bundessportausschuss aktiv.

Ehrenkreuz des Sports mit Eichenkranz in Gold

Mit zahlreichen Auszeichnungen auf lokaler, Landes- und Diözesanebene wurde sein Engagement gewürdigt. 1987 würdigte der Stadtsportverband das Engagement von Rudi Hirsch für den Sport in Telgte. Vier Jahre später bekam er zudem das Ehrenkreuz des Sports mit Eichenkranz in Gold verliehen. Im Jahr 2000 wurden seine Verdienste rund um das Schützenwesen mit dem Schulterband zum St.-Sebastianus-Ehrenkreuz ausgezeichnet, zudem bekam er den „Goldenen Stern“ des Bundes der Historischen Schützenbruderschaften.

Seine zweite Leidenschaft war der Fußball – besonders Preußen Münster. Hier hatte er einen Stammplatz im Block L.

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