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Platinhochzeit

Seit 70 Jahren verheiratet

Telgte

Ein nicht alltägliches Jubiläum gibt es am heutigen Mittwoch: Hilde und Hans Bents feiern ihre Platinhochzeit.

-plk-

Hilde und Hans Bents sind seit sage und schreibe 70 Jahren verheiratet. Am 1. September feiern sie ihre Platinhochzeit. Foto: Bernd Pohlkamp

70 Jahre lang teilen sie Freud und Leid. Sieben Jahrzehnte sind seit dem 1. September 1951 vergangen, als Hilde und Hans Bents in der evangelischen Kirche, die sich damals noch am Rande des Pappelwaldes in einer Baracke befand, vor Pfarrer Siegfried Günzel das Ja-Wort gaben. 70 Jahre haben Hilde und Hans Bents die Entscheidung, die ihr Leben prägte, in keinem Moment bereut. In 25 550 Tagen Ehe hat das Paar etwas geschafft, das selten eintritt: die Platinhochzeit. In diesen sieben Jahrzehnten ist ihre Vertrautheit zueinander jeden Tag ein bisschen mehr gewachsen.

Hans Bents wurde am 17. Februar 1931 in Münster geboren, Hilde Sauermann erblickte am 17. Februar 1932 in Reichenbach in Schlesien das Licht der Welt. Sie besuchten in Telgte und Reichenbach die Schule. 1946 kam Hilde aus Schlesien und lebte zunächst in Ostbevern. Die Familie Bents wohnte an der Ritterstraße. Nicht weit davon entfernt ging Hans zur Arbeit. Er absolvierte eine Lehre zum Kfz-Schlosser in der Fahrzeugwerkstatt Willi Bröking, die sich an der Grabenstraße befand. Hilde Sauermann arbeitete in den 50er Jahren als Kindergärtnerin im Evangelischen Kindergarten an der Mühlenstraße.

Hilde war eng befreundet mit Henny Bents, der Schwester von Hans. So kam es, dass sich Hans und Hilde kennenlernten. Der 19-jährige Hans stand an einem schönen Sommertag mit seiner Freundin auf der Emsbrücke, als er ihr den Heiratsantrag machte: „Ich erinnere mich genau, als ich Hilde die Frage stellte: Willst Du mich heiraten? Als wir dann noch feststellten, dass wir am selben Tag Geburtstag haben, war die gemeinsame Zukunft beschlossen.“ Sie heirateten am 1. September 1951 in einem Gebetshaus, das sich zwischen Pappelwald und Ostbeverner Straße befand. Die Familie vergrößerte sich 1951 mit Hans-Joachim und 1959 mit Sohn Michael. Die Familie wohnte zunächst in Ostbevern, später am Jägerhaus und viele Jahre in der Innenstadt. 1973 schufen sie ihr eigenes Reich an der Einsteinstraße. Dort leben sie auch heute noch.

Hans Bents arbeitete zwölf Jahre bei der britischen Armee in der Winterbourne-Kaserne in Gremmendorf. 1961 wechselte er zur Wasserschutzpolizei an den Dortmund-Ems-Kanal. 30 Jahre lang arbeitete er dort als Motorenschlosser, bevor er 1991 in den wohlverdienten Ruhestand eintrat.

Der Fußball ist seine große Leidenschaft. Im ersten Bundesligajahr 1963 erlebte er alle Bundesligaspiele im Preußen-Stadion. Auch nach dem Preußen-Abstieg hielt er dem Verein die Treue. Am Sonntagnachmittag besuchte er regelmäßig die Heimspiele seines Vereins, früher SC, danach SG Telgte. Bis 1960 war er auch als Fußball-Jugendbetreuer tätig. Er engagierte sich besonders in der Gewinnung und Förderung von Nachwuchsspielern. So kamen auch seine Söhne zum Fußball. Stolz erzählt Hans Bents, dass sein Urenkelkind bereits zu einem Tag der Talente von Preußen Münster eingeladen wurde. Viele Bundesligaspiele hat er bei seinem Lieblingsverein Borussia Dortmund live erlebt.

Hilde Bents arbeitete halbtags. Zunächst im Kaseinwerk Ostbevern-Brock (heute Beverland-Resort) und von 1966 bis 1991 als Verkäuferin im Bekleidungsunternehmen C&A in Münster. Nachmittags kümmerte sie sich um ihre beiden Söhne. Gemeinsam gingen sie 1991 in Rente. Gerne fuhren sie nach Holland.

Seit 70 Jahren gehört das tägliche Studieren der Westfälische Nachrichten zum Tagesprogramm. Als das „Glück ihres Alters“ bezeichnen sie ihre Enkel- und Urenkelkinder, mit denen sie viel Zeit verbringen. Ihren Hochzeitstag gestaltet das Jubelpaar mit ihrer Vier-Generationen-Familie. Auch wenn es im Alter nicht mehr so rund läuft. In Schwiegertochter Elke haben sie eine große Hilfe. Mit ihren beiden Söhnen, zwei Enkel- und zwei Urenkelkindern werde es nie langweilig.

Den zahlreichen Gratulanten schließen sich auch die WN mit den besten Wünschen für die Zukunft an.

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