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Museum Religio unter die Lupe genommen

Sichtlich beeindruckte Experten

Telgte

15 Teilnehmer eines wissenschaftliches Forschungsprojektes nahmen zwei Tage lang das Religio und seine Ausstellung eingehend unter die Lupe.

Von A. Große Hüttmannund

15 Teilnehmer eines wissenschaftliches Forschungsprojektes nahmen zwei Tage lang das Religio und seine Ausstellung eingehend unter die Lupe. Museumsleiterin Anja Schöne (7.v.r.) wird mit den Ergebnissen zufrieden sein. Foto: Andreas Große Hüttmann

Dr. Antje Roggenkamp war nach einem ausführlichen Rundgang durch das Museum Religio voll des Lobes: „Wir sind der Meinung, dass es dem Museum sehr gut gelingt, auf seine ausdrucksstarken Exponate aufmerksam zu machen“, sagte die Professorin am Seminar für Praktische Theologie und Religionspädagogik der Uni Münster.

Das wird Museumsleiterin Dr. Anja Schöne gerne gehört haben, denn das Lob kam aus berufenem Munde: 15 Teilnehmer eines wissenschaftliches Forschungsprojektes, an dem auch Professor Dr. Sonja Keller von der Theologischen Hochschule der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern beteiligt ist, nahmen nämlich zwei Tage lang das Museum und seine Ausstellung eingehend unter die Lupe. Die Experten, fast durch die Bank sind alle Hochschullehrer in verschiedenen Gegenden Deutschlands, waren sichtlich beeindruckt von ihrem „Treffen in Telgte“.

Unter dem Leitthema „Gegenstände religiöser Bildung und Praxis – Funktion und Gebrauch von materiellen Objekten und Artefakten in exemplarischen Räumen“, besuchten und besuchen sie nicht nur die Emsstadt. Im März stand das LWL-Museum für Kunst und Kultur in Münster auf der Agenda der Forscherinnen und Forscher, zudem im September die Nikolaikirche in Hamburg. Im März 2023 soll zudem die Katharinenkirche in Hamburg und die Ausstellung dort analysiert werden.

„Uns interessiert der Zusammenhang zwischen Raum und Artefakten, das heißt zwischen Gegenständen und Objekten. In Telgte waren wir zwei Tage zu und haben uns insgesamt vier Tage mit dem Museum befasst. Außerdem ermitteln wir, wie der Zusammenhang zwischen westfälischer Geschichte – katholischer Frömmigkeit sowie lutherischer und reformierter Haltung – sowie deren Praktiken und (inter-)religiöser Praxis an Objekten wie dem in Telgte gezeigten Tisch der Religionen“, betont die Hochschullehrerin.

Durch dieses Tun sollen neue Perspektiven auf religiöse Bildungsprozesse und Praktiken ermittelt werden. „Das Ziel der Netzwerkgruppe ist es, den Beitrag der Materialitätsforschung für die praktisch-theologische Theoriebildung inklusive der Religionspädagogik multiperspektivisch sichtbar zu machen. Interdisziplinäre Strategien, methodische Ansätze aus Kunst- und Religionswissenschaft sowie der Religionssoziologie, aber auch transnationale Perspektiven kommen zum Tragen“, heißt es seitens der Universität.

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