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Aktion der Telgter Bürgerenergie in der Bauerschaft Wöste

Sonnenertrag ermöglicht Biotop-Investition

Telgte

Drei Apfelbäume und ein XXL-Insektenhotel hat die Telgter Bürgerenergie-Genossenschaft in der Wöste an einem beliebten Rastplatz am Fahrradweg nach Münster aufgestellt.

-agh-

Drei Apfelbäume und ein XXL-Insektenhotel hat die Telgter Bürgerenergie-Genossenschaft in der Wöste an einem beliebten Rastplatz am Fahrradweg nach Münster aufgestellt. Darüber freuen sich Friedhelm Beuse und Andrea Hertleif (vorne) sowie (hinten, v.l.) Bürgermeister Wolfgang Pieper, Manfred Huesmann, Winfried Münsterkötter und Michael Brandherm. Foto: Andreas Große Hüttmann

Wenn die Sonne scheint, dann haben die Mitglieder der Telgter Bürgerenergie allen Grund zur Freude, denn dann speisen die Photovoltaikanlagen auf städtischen Gebäuden eine Menge Strom ins Netz und werfen am Ende auch eine attraktive Rendite ab.

Doch damit nicht genug: Da das Sonnenjahr 2020 besonders gut war, haben sich Vorstand und Aufsichtsrat der Genossenschaft etwas Besonderes überlegt, und die Mitglieder haben das bei der Generalversammlung abgesegnet. Denn ein Teil des in dem Jahr besonders hohen Ertrages wurde für die Anlage eines kleinen Biotops in der Bauerschaft Wöste an der Sitzgruppe, die seinerzeit im Rahmen der Flurbereinigung installiert wurde, verwandt.

Drei größere Apfelbäume wurden dort gepflanzt sowie ein Insektenhotel im XXL-Format aufgestellt. Insgesamt hat die Telgter Bürgerenergie dafür rund 2500 Euro investiert. Ein Schild, das Vorstandsmitglied Friedhelm Beuse aufgestellt hat, weist auf die besondere Verbindung zwischen Biotop und Bürgerenergie-Genossenschaft hin.

Nach Angaben von Bürgermeister Wolfgang Pieper, Vorsitzender des Aufsichtsrates, ginge es der Telgter Bürgerenergie zwar einerseits um eine attraktive Rendite für die Mitglieder, gleichzeitig aber auch um den Schutz der Umwelt. Das werde zum einen über die Einspeisung von grünem Strom erreicht, andererseits nun aber auch mit der Pflanz- und Insektenschutzaktion zusätzlich unterstrichen.

„Ich finde es gerade in einer Zeit, in der manche angesichts der Pandemie und des Krieges in der Ukraine meinen, die Welt drohe unterzugehen, ein schönes Zeichen, etwas für den Umweltschutz und für unsere Zukunft und die unserer Kinder und Enkel zu tun“, betonte Pieper. Das Biotop sei ein guter Beitrag dazu, die Biodiversität zu steigern.

Unter Umständen bleibt die Aktion kein Einzelfall, das deuteten Vorstand und Aufsichtsrat der Bürgerenergiegenossenschaft in diesem Zusammenhang und nach einem Votum der Mitglieder an. Denn bei einem erneut außergewöhnlich guten Solarstromjahr könne man sich die Wiederholung der Aktion durchaus vorstellen.

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