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Neubau Feuerwehrgerätehaus: Rodungsmaßnahmen

Sorge um die KfW-Förderung

Westbevern

Neuigkeiten bei den Planungen für das neue Feuerwehrgerätehaus in Westbevern: Zum einen fürchtet die Stadt, eventuell nicht in den Genuss von Fördermitteln zu kommen. Zudem sind Rodungsarbeiten unumgänglich.

-agh/pd-

Auf diesem Grundstück an der Grevener Straße in Westbevern-Dorf soll das neue Feuerwehrgerätehaus entstehen. Die Stadt sorgt sich allerdings um die eingeplante KfW-Förderung in Höhe von 320 000 Euro. Foto: Stefan Flockert/SBD ArchitektenSBD Architekten

Der aktuell viel diskutierte Stopp bei der KfW-Förderung für energieeffizientes Bauen trifft nicht nur viele Private, sondern möglicherweise auch die Stadt Telgte. Denn beim Bau des neuen Gerätehauses in Westbevern hatten Verwaltung und Planer nicht nur entsprechende Maßnahmen, sondern auch eine Förderung des Ganzen eingeplant. Die Stadt war nach Angaben von Bürgermeister Wolfgang Pieper von rund 320 000 Euro Zuschüssen für das energieeffiziente Bauen der neuen Wache ausgegangen.

Ob die Kommune noch in den Genuss einer Förderung kommt, ist nicht geklärt. Wie Bürgermeister Wolfgang Pieper im Haupt- und Wirtschaftsförderungsausschuss sagte, seien die entsprechenden Anträge und Unterlagen erst wenige Tage vor dem sofortigen Stopp versandt worden.

Einen Lichtblick gibt es aber: Nach dem plötzlichen Stopp der Förderung haben sich die zuständigen Bundesministerien mittlerweile auf das weitere Vorgehen geeinigt. Alle Anträge, die bis zum Antragsstopp am 24. Januar eingegangen waren, sollen noch genehmigt werden, sofern sie förderfähig sind.

Zudem gibt es einen unvermeidlichen Eingriff in die Natur: Für den Neubau des Feuerwehrgerätehauses in Westbevern an der Grevener Straße sind als Vorabmaßnahme umfangreiche Fäll- und Rodungsmaßnahmen erforderlich. Die Maßnahme ist nach Auskunft der Stadt Telgte nicht zu vermeiden, da die Pkw-Zufahrt auf das Grundstück und die Alarmausfahrt für Einsatzfahrzeuge zwingend von und zur Grevener Straße aus erfolgen muss.

Bei den Ein- und Ausfahrten müssen zur Verkehrssicherung die Sichtdreiecke freigehalten werden. Bei den zu fällenden Bäumen handelt es sich um eine Esche (Fraxinus excelsior) und drei Linden (Tilia cordata).

Als Ersatzmaßnahme ist vorgesehen, insgesamt zehn Laubbäume auf dem Grundstück des Feuerwehrgerätehauses Westbevern zu pflanzen. Hierbei werden, so die Stadt, standortgerechte, gebietsheimische Pflanzen aus folgendem Sortiment verwendet: „Winterlinde (Tilia cordata), Spitzahorn (Acer platanoides), Hainbuche (Carpinus betulus), Esche (Fraxinus excelsior) und Traubeneiche (Quercus petraea).“

Schutz der heimischen Tierwelt

Eine artenschutzrechtliche Prüfung entsprechend der Vorgaben des Bundesnaturschutzgesetzes hat stattgefunden: Brut- oder Überwinterungshabitate – also Heimat – für Tierarten wie beispielsweise Fledermäuse sind demnach nicht erkennbar. Zum Schutz der heimischen Tierwelt sollten die Fäll- und Rodungsarbeiten bis zur achten Kalenderwoche (Beginn: 21. Februar) durchgeführt werden, um Nistzeiten der Vögel nicht zu stören.

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