Ulrich Tieskötter hat Crossstrecke gebaut

Sprünge sorgen für viel Spaß

Telgte

Was tun, wenn die Kinder für Wochen zu Hause sind? Da hat man Glück gehabt, wenn man auf dem Land wohnt und genug Platz hat. Ulrich Tieskötter hat das alles und konnte für seinen Nachwuchs auf einer Brachfläche kurzerhand eine Crossstrecke anlegen.

A. Große Hüttmann

Leonard Tieskötter sowie Silas, Jost und Floris Große Dankbar mit ihren Maschinen auf ihrer Crossstrecke. Das Bild entstand bereits vor der Verschärfung der Corona-Richtlinien direkt nach der „Inbetriebnahme“.. Foto: privat

Leonard Tieskötter dreht den Gashahn auf, und mit einem gekonnten Sprung hat er mit dem Quad das Hindernis absolviert, bevor er eine scharfe Kurve fahren muss, um in der Gegenrichtung zu einem neuen Sprung anzusetzen. Silas, Jost und Floris Große Dankbar sowie Leonard Tieskötter werden derzeit wahrscheinlich von vielen ihrer Altersgenossen beneidet, denn die vier Kinder haben eine Cross-Hügellandschaft gebaut bekommen, auf der sie sowohl ein Kinder-Quad als auch ein Pocket-Crossbike ausfahren können.

Spätestens das Leuchten in den Augen des Nachwuchses hat Ulrich Tieskötter signalisiert, dass er alles richtig gemacht hat. Der Garten- und Landschaftsbauermeister, der in der Bauerschaft Bester Feld wohnt und entsprechend viel Platz rund um das Haus hat, hat auf einer Brachfläche eine Crossstrecke für die Kinder angelegt.

Mit einem Trecker und Anhänger wurden dafür insgesamt 120 Kubikmeter Erde angefahren und auf der Brachfläche verteilt. Mit dem Mini-Bagger machte sich der Gartenbauexperte dann daran, eine kindgerechte Strecke mit kleinen Sprüngen zu modellieren.

Kaum war das Ganze fertig, gab es beim Nachwuchs kein Halten mehr. Nach anfänglich etwas vorsichtigeren Fahrten und Sprüngen wissen die Kinder bereits genau, wo sie Gas geben können oder bremsen müssen, um die besten Rundenzeiten erreichen zu können. Fein säuberlich werden die gefahrenen Zeiten zumeist mitprotokolliert und ausgewertet. „Sollte die Strecke auf Dauer langweilig werden, haben wir noch ein wenig Ausbaureserve“, sagt Ulrich Tieskötter und deutet auf ein angrenzendes Areal.

In der derzeitigen Corona-Krise ist die Bahn bei den vier Kindern – die in Sichtweite zueinander wohnen -- natürlich der Renner. Täglich mehrere Stunden verbringen die Cousins auf dem Areal. „Dabei gelten sowohl im Hinblick auf die motorisierten Flitzer als auch auf die derzeitige Situation strenge Regeln“, betont Ulrich Tieskötter. Dennoch kommt der Spaß keineswegs zu kurz, vor allem weil seit Tagen das Wetter mitspielt und nahezu ideale Bedingungen bietet, um mit Vollgas über die Bahn zu knattern und Corona hinter sich zu lassen.

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