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Neue Angebote am Gymnasium

Stärken der Kinder stärken

Telgte

Seinen Titel als „mintfreundliche Schule“ hat das Maria-Sibylla-Merian-Gymnasium nicht nur bestätigt, das Angebot soll ausgebaut werden. Und auch für Schüler, die an diesem Bereich nicht so interessiert sind, gibt es ein neues Angebot.

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Im Mint-Bereich arbeiten die Kinder sowohl mit Fischertechnik (großes Bild) als auch im chemisch-experimentellen Bereich.Das Mint-Zertifikat Foto: MSMGMSMG

Der Erfolg gibt den Verantwortlichen Recht und animiert sie dazu, den eingeschlagenen Weg nicht nur weiter zu gehen, sondern die Abgebote weiter auszubauen. Die „Mint-Fächer“ spielten am Maria-Sibylla-Merian-Gymnasium in Telgte (MSMG) laut einer Schul-Mitteilung schon immer eine große Rolle. Nun erhalten die Fächer Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik Verstärkung: durch eine Profilklasse sowie eine „Kult-Stunde“.

Basis für den Erfolg

Die Basis dafür: Erneut wurde die Schule als „mint-freundliche Schule“ ausgezeichnet. Nach der erstmaligen Verleihung des Titels 2018 darf das Gymnasium den Namen jetzt weitere drei Jahre tragen. Die Ehrungsfeier fand virtuell statt.

In der Auszeichnung heißt es: „Wir gratulieren Ihnen zur erneuten Auszeichnung als mint-freundliche Schule. Sie können den Titel mit Stolz tragen, da – obwohl in Zeiten von Corona vieles anders war – wir von unserem Qualitätsansatz nichts vereinfacht haben.“ Das Zertifikat wird Schulen verliehen, die Standards im Bereich Mint gesetzt haben.

Am Maria-Sibylla-Merian-Gymnasium gehören zu den Standards zahlreiche Arbeitsgemeinschaften – von der „Bienen-AG“ bis zur „AG Programmieren mit Fischer-Technik“, das Projekt „Wald“ oder die Teilnahme an verschiedenen Wettbewerben. „Diese Auszeichnung ist eine große Ehre für uns. Unsere Kolleginnen und Kollegen und unsere großartigen Schülerinnen und Schüler haben diese Auszeichnung verdient“, ist die Schulleiterin Mechthild Rövekamp-Zurhove überzeugt.

Die neue Profil-Klasse

Seinem Namen als „mint-freundliche Schule“ will das MSMG alle Ehre machen und bietet zum nächsten Schuljahr eine Mint-Profilklasse an. In den Klassen fünf bis sieben erhalten die Schüler dieses Profils eine eigene Mint-Stunde – gemeinsam unterrichtet vom Klassenlehrer mit Mint-Fach und von einem Mint-Fachkollegen.

Die Lehrerinnen und Lehrer für Biologie, Chemie, Physik, Informatik, Technik und Mathematik haben laut Mitteilung spannende und kindgerechte Themen vorbereitet, mit denen sich die jungen Forscher in ihren ersten drei Schuljahren am Gymnasium auseinandersetzen werden: „Wie versendet man geheime Nachrichten – und wie entschlüsselt man sie?“, „Was wächst denn da? Wir erkunden Pflanzen in der Nähe“, „Rost mit Coca Cola bekämpfen – (wie) geht das?“, „Das Wasser in der Ems und anderen Gewässern – Zustand gut?“

Eine ganze Stunde zum Planen, Forschen, Ausprobieren

Der für das Mint-Profil zuständige Lehrer Philipp Austermann ist begeistert: „Die Kollegen hatten sofort tolle Ideen für die neue Profilklasse. Jede Woche eine ganze Stunde zum Planen, Forschen, Ausprobieren – das macht Freude und ermutigt Jungen und Mädchen, sich in den Naturwissenschaften etwas zuzutrauen.“

Bernd Rolf und Lena Kaufmann, verantwortlich für die Klassen fünf bis sieben als „Erprobungsstufenkoordinatoren“, sehen die neuen Eingangsklassen zum Schuljahr 2022/23 im Zusammenhang: „Uns ist es wichtig, dass jedes Kind seinen individuellen Weg wählen kann. Stärken müssen gestärkt werden. Die Orchesterklasse im Musikprofil ist seit Jahren sehr stark. Die Mint-Profilklasse erweitert die Möglichkeiten.“

Künftig eine „Kult-Stunde“

Stärken stärken: Dafür erhalten auch die Kinder, die keines der beiden Profile anwählen, neue Möglichkeiten. In diesen Klassen wird es künftig eine „Kult-Stunde“ geben. Der Name steht für „Kultur“, „also für alles das, was den Menschen ausmacht“, schreibt die Schule. In kleineren Gruppen können die Kinder ihr Selbstbewusstsein stärken, indem sie kreativ arbeiten und für ein Halbjahr wählen, was sonst nicht auf dem Stundenplan steht: Theater spielen, Lesen, Schreiben, künstlerisches Gestalten oder Freude an Bewegung. „Kinder, die ihre Stärken erfahren und selbstbewusster werden, lernen in allen Fächern besser“, ist sich die Schulleiterin sicher.

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