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Für die Stadtbücherei gelten Landesverordnungen

Stöbertermine sind wieder möglich

Telgte

Die Telgter Stadtbücherei darf wieder Stöbertermine anbieten. Diese können telefonisch vereinbart werden. Die Arbeit von Leiterin Stephanie Heumann und ihren vier Kolleginnen hat sich in den Pandemiezeiten merklich verändert. Stark nachgefragt werden in diesen Tagen eMedien.

Stefan Flockert

Die Arbeit von Büchereileiterin Stephanie Heumann (l.) und Karin Hoppe hat sich deutlich verändert. Jetzt freuen sie sich, wieder Bürger zu Stöberterminen empfangen zu dürfen. Foto: Stefan Flockert

In den Ausführungen des Bundesgesetzes zur Corona-Notbremse sind Bibliotheken nicht erwähnt. „Deshalb gilt für uns jetzt wieder die alte Landesverordnung“, erklärt Stephanie Heumann, Leiterin der Telgter Stadtbücherei. Und das heißt, dass wieder Stöbertermine vereinbart werden können und ein Büchereibesuch möglich ist. Vorgelegt werden muss dabei aber ein tagesaktueller negativer Coronatest. Maximal fünf Personen dürfen sich dann auf den rund 300 Quadratmetern Fläche auf Lesestoffsuche begeben.

Abholservice wird weiter angeboten

Weiterhin gibt es aber auch den Abholservice. Dabei können Nutzer unter https://sb-telgte.lmscloud. net im Katalog Medien ihrer Wahl aussuchen. Die Bestellwünsche werden über den Korb oder per Mail an stadtbuecherei@telgte.de geschickt. Wer möchte, kann auch unter  69 01 10 anrufen. Das Büchereiteam meldet sich daraufhin, um einen Abholtermin zu vereinbaren. Betreten werden muss dafür lediglich der Eingangsbereich der Bücherei. Geöffnet ist der Zugang vom Marktplatz aus. Für den Abholvorgang ist kein Corona-Test erforderlich.

Ausgeliehen werden können Medien in der Regel für vier Wochen. Lediglich zwei Wochen sind es bei CDs, Zeitschriften, Tonies, DVDs und Konsolenspielen.

Kinderbücher sind begehrt

Besonders viel genutzt wird die Bücherei dieser Tage von Familien. Kinderbücher sind in Pandemiezeiten begehrt. Auch Romane gehen gut. Lokale Reiseführer für Wanderungen oder Radtouren erfreuen sich ebenfalls großer Beliebtheit.

Beliebte eMedien

„Und eMedien werden verstärkt genutzt“, berichtet Stephanie Heumann. Die Telgter Bücherei bietet im Verbund mit 15 weiteren Bibliotheken mehr als 20 000 Medien zur Ausleihe an. Auf dem Laptop geht dies über www.bibload.de und auf dem Smartphone oder Tablet über die Onleihe-App. Heruntergeladen werden können eBooks, Hörbücher sowie aktuellen Zeitungen und Zeitschriften.

Stephanie Heumann

Stark verändert hat sich die Arbeit von Stephanie Heumann und ihren vier Kolleginnen. Rund 5000 Medien haben sie seit Januar 2021 aus den Regalen gesucht, Paketchen für den Kunden gepackt, dieses herausgegeben, später wieder zurückgenommen und wieder an der richtigen Stelle einsortiert. „Das ist sehr zeitaufwendig“, berichtet die Leiterin. „Aber wir bekommen viele positive Rückmeldungen“, freut sich Stephanie Heumann. „Nicht nur von Familien, auch von anderen, die glücklich sind, dass wir die Ausleihe anbieten.“

Bücher müssen nicht in Quarantäne

Auf eines verzichtet die Telgter Bücherei nach der Rücknahme: die Medien in Quarantäne zu schicken. Die Stadtbibliothek in Greven beispielsweise legt sie zwei bis drei Tage beiseite. In dieser Zeit sollten möglicherweise anhaftende Viren das Zeitliche gesegnet haben. Allerdings zeigen Studien, dass eine Übertragung auf diesem Weg praktisch ausgeschlossen ist.

Einige Arbeitsbereiche fallen momentan komplett weg. Führungen für Schulklassen finden gar nicht statt. Auch die einmal im Monat angebotenen Vorlesestunde hat es schon lange nicht mehr gegeben.

Stattfinden soll aber auf jeden Fall der Sommerleseclub in der Zeit vom 29. Juni bis zum Ende der Sommerferien. In welcher Form dies geschehen kann, hängt von den zu diesem Zeitpunkt gültigen Verordnungen ab.

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