1. www.wn.de
  2. >
  3. Münsterland
  4. >
  5. Telgte
  6. >
  7. Strompreis steigt zum 1. September

  8. >

Stadtwerke Ostmünsterland erhöhen die Preise

Strompreis steigt zum 1. September

Telgte/Ostbevern

Zum 1. September wird der Strompreis angehoben. Etwa 40 Prozent mehr müssen dann viele Kunden der Stadtwerke Ostmünsterland zahlen.

Von A. Große Hüttmann

Zum 1. September wird der Strompreis angehoben. Etwa 40 Prozent mehr müssen dann viele Kunden der Stadtwerke Ostmünsterland zahlen, darüber informierten Fachbereichsleiter Stefan Werner (kl. Bild, L.) und Geschäftsführer Winfried Münsterkötter. Foto: Jeschke/Große Hüttmann

Angesichts der weltweiten Turbulenzen und Entwicklungen ist es keine wirkliche Überraschung mehr: Zum 1. September erhöhen die Stadtwerke Ostmünsterland den Strompreis um etwa 40 Prozent. Das bedeutet, ein Musterhaushalt mit einem Jahresverbrauch von 3000 Kilowattstunden wird dann 308,40 Euro im Jahr mehr zahlen müssen.

Stefan Werner, Fachbereichsleiter Handel und Vertrieb bei dem Versorgungsunternehmen, kann angesichts der aktuellen Marktentwicklungen oft nur noch den Kopf schütteln. „Ich weiß nicht, wann ich das letzte Mal unterjährig Preise erhöhen musste“, sagt er. Doch beim Blick auf den Chart wird deutlich: Von Frühjahr 2021 bis Sommer dieses Jahres stiegen die Strompreise an der Leipziger Börse um rund 400 Prozent. Dass davon nur ein Teil weitergegeben werden muss, ist laut Aussagen von Winfried Münsterkötter, Geschäftsführer der Stadtwerke Ostmünsterland, der langfristigen und kontinuierlichen Einkaufspolitik des Unternehmens zu verdanken. Noch würden die Kunden vom günstigen Einkauf der Vorjahre profitieren. Auch im bundesweiten Vergleich seien die Preise der Stadtwerke niedrig, würden treue Kunden so belohnt. Letztmalig erhöht wurde der Strompreis laut des Versorgungsunternehmens zum 1. Januar 2020, also vor rund zweieinhalb Jahren.

Rund 27 000 Kunden des Unternehmens erhalten in den kommenden Tagen ein Preisanpassungsschreiben per Post mit einer detaillierten Preisübersicht und den Veränderungen.

Bis zum 1. September profitieren die Kunden indes noch von der Aussetzung der EEG-Umlage, die am 1. Juli in Kraft getreten ist. Das macht in der Übergangsphase beim Arbeitspreis beim Produkt „SO gut“ 4,43 Cent je Kilowattstunde aus. Ab 1. September greift dann die Erhöhung, die den „EEG-Vorteil“ mehr als aufzehrt.

Ob eine umgehende Anpassung der Abschlagszahlen sinnvoll ist, das sollten die Kunden jeweils individuell prüfen lassen, empfehlen die Experten. Diese Änderung kann über das Online-Kundencenter vorgenommen werden. „Und auch die Mitarbeiter in den Kundencentern nehmen sich gerne für Kundenanfragen Zeit“, sagt Münsterkötter.

Deutlich machen Werner und Münsterkötter auch, dass Sparen das Gebot der Stunde sei. „Jede eingesparte Kilowattstunde hilft letztlich allen.“

Beim Thema Gaspreis wollen und können die Stadtwerke noch keine Aussagen für die nächsten Monate machen. Nachdem zum 1. August der Preis für die Sonderprodukte beim Gas bereits angehoben wurde, geht Winfried Münsterkötter davon aus, dass bald andere Produkte folgen (müssen). Zudem geht das Versorgungsunternehmen von weiteren massiveren Preisanstiegen aus.

Startseite
ANZEIGE