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Die Grünen möchten Risiken für Stadtteile sichtbar machen

Szenarien bei Starkregen in den Fokus rücken

Telgte

Die Grünen wollen die angenommenen Szenarien bei Starkregenereignissen für Telgte neu untersuchen.

Hochwasser ist nach den aktuellen Ereignissen auch in Telgte ein Thema. Foto: Stefan Flockert

Als Konsequenz aus den dramatischen Extremhochwassern in der Eifel wollen die Grünen die angenommenen Szenarien bei Starkregenereignissen für Telgte neu untersuchen. „Katastrophale und unbeherrschbare Lagen sind für Telgte auch bei lang anhaltenden Regenereignissen aufgrund der Topographie und nach menschlichem Ermessen nicht zu erwarten“, so Michael Brandherm, Co-Vorsitzender der Grünen Fraktion und Vorsitzender des Klimaausschusses, in einer Pressemitteilung der Grünen. „Ems und Bever verlassen bei Hochwasser ihr Bett und bleiben ruhige Flüsse.“

Im Mittelpunkt stehen für die Grünen die Grundlagen für die Entwicklung der von der zuständigen Bezirksregierung angenommenen Szenarien sowie die Wahrscheinlichkeiten für deren Vorkommen. Untersucht werden soll das Szenario „HQextrem“, für das Überschwemmungen von Teilen der Altstadt und eine Eintrittswahrscheinlichkeit alle 200 Jahre angenommen wird. Für die Grünen stellt sich die Frage, ob die für dieses Ereignis angenommenen Regenmengen im Einzugsgebiet der Ems und die Wahrscheinlichkeit seines Eintretens den Klimaveränderungen angepasst werden müssen. „Wir sollten uns nicht vorstellen, dass wir Maßnahmen gegen sämtliche Risiken ergreifen und diese dadurch ausschließen können“, so die Fraktionssprecherin Sabine Grohnert. „Entsprechend müssen wir jetzt auch nicht in Aktionismus verfallen. Wichtig ist aber, dass alle Beteiligten – Stadt, Rettungskräfte und vor allem Bürgerinnen und Bürger – die Risiken für die einzelnen Stadtteile kennen.“

Auch kleine Gewässer betroffen

Auch den kleineren Gewässern wie Stadtfeldgraben und Böhmerbach, die durch Regenereignisse innerhalb des Stadtgebietes anschwellen können, die die südlichen Wohngebiete betreffen und deren Kraft nur noch ältere Telgter kennen, wollen die Grünen Aufmerksamkeit schenken. Brandherm erwartet dazu Aufschlüsse durch das derzeit in Arbeit befindliche Model zum Abfluss des Oberflächenwassers. „Das alles zeigt den Stellenwert unseres Klimaschutzplanes. Wir beschäftigen uns hier mit Risiken, die unsere Kinder überhaupt nicht mehr werden beherrschen können, wenn wir nicht verantwortungsbewusst handeln“, so Brandherm. Ein Antrag der Grünen Fraktion soll im Klimaausschuss im November behandelt werden.

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