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„Notfallbetreuung“ geht in die zweite Woche

Teamarbeit beim Turmbau

Telgte

Zwei Wochen „Notbetreuung“ anstelle der sonstigen Stadtranderholung – dem Spaß der Teilnehmer tut das keinen Abbruch. Trotzdem wünscht sich Andreas Terborg im kommenden Jahr wieder eine „normale“ Stadtranderholung.

Teamarbeit beim Tischfußball in der „Table-Soccer-Arena“ mit Manuel Gallardo. Die die Kinder sind begeistert und haben eine Menge Spaß. Foto: Bernd Pohlkamp

Beim zweiten Kleinformat der Stadtranderholung – auch in diesem Jahr blieb den Verantwortlichen nun zum zweiten Mal „nur“ die Notfallbetreuung – gehen 90 Grundschulkinder mit rund 30 Betreuerinnen und Betreuer am heutigen Montag in ihre zweite Woche.

14 Tage lang – von montags bis freitags, jeweils von acht bis 13 Uhr – steuern zehn Gruppen jeden Tag neue Ziele an. Um die Coronaauflagen zu erfüllen, müssen bestimmte Abläufe eingehalten werden: Beim Eintreffen werden die Hände gewaschen. Weder ein Gruppenwechsel noch Nachmeldungen sind möglich. Montags und donnerstags wird ein Corona-Schnelltest durchgeführt.

„Alles läuft prima“

Unter der Leitung von Andreas Terborg ist mit Betreuern der Messdiener St. Marien, vom Malteser Hilfsdienst, von der KJG, vom Jugendzentrum und von der Stadtranderholung ein großartiges Gemeinschaftsprojekt entwickelt worden. Leiter Andreas „Teo“ Terborg zieht die Fäden, plant, organisiert und kommuniziert zwischen den Gruppen. Nach wochenlanger intensiver Planung sei man sehr gut vorbereitet – auch aufgrund der letztjährigen Erfahrungen – in die Notfallbetreuung vor einer Woche eingestiegen. „Alles läuft prima“, zeigt sich der Bankangestellte, der sich seit 31 Jahren bei der Stadtranderholung leidenschaftlich engagiert, sehr zufrieden. Dennoch wünsche er sich für das kommende Jahr wieder die normale Stadtranderholung.

Andreas Terborg ist der Stadtverwaltung dankbar für die Unterstützung und den beiden Kirchengemeinden für die Bereitstellung von Räumen. Denn die Gruppen orientieren sich täglich neu und pendeln mit ihren Betreuern zwischen den Pfarrzentren von St. Clemens und St. Johannes, der Petruskirche, der Brüder-Grimm-Schule und dem Kinder- und Jugendtreff am Emstor.

Aufgaben im Team lösen

Das Programm ist vielseitig gestaltet und bietet auch tolle Anregungen zum Lernen. Etwa beim ehemaligen Berufsschullehrer Johannes Peperhove, der die Notfallbetreuung zwei Wochen lang mitbegleitet. Sein Konzept ist ein Spiegelbild des Programms: So werden in den Spielangeboten gemeinsam kreative Lösungen entwickelt. Lernen durch Handeln lautet die Devise. Sehen, hören, fühlen und viel Spaß kommen dabei immer wieder vor. Die Abstandsregeln sind Bestandteile der Spiele und werden zur Normalität.

Auf dem Vorplatz des Johannes-Pfarrzentrums läuft gerade das Spiel „Tower-Aufbau“: Wie wichtig Teamarbeit ist, erfahren die Kinder dort. In einem abgegrenzten Bereich werden acht Bauteile senkrecht auf dem Boden verteilt. Jede Person greift ein Seilende, um dann, den an den Seilen befestigten Kran zu steuern und damit die Bauteile aufeinanderzustellen.

So oder ähnlich vielseitig gestaltet sind auch weitere Angebote: etwa bei einer Zeitreise, auf dem Barfußpfad, beim Töpfern in der Töpferwerkstatt Schäfer, beim Button anfertigen, beim Geocaching oder Schatzsuche und auch beim Tischfußball in der „Table-Soccer-Arena“ von Manuel Gallardo, bei einer Wanderung durch die Klatenberge oder bei einer Quiz- und Spielerallye. Da stehen die Kinder plötzlich unter der Günter-Grass-Brücke und müssen schätzen, wie viele Spraydosen erforderlich waren, um das Kunstwerk dort zu erschaffen.

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