1. www.wn.de
  2. >
  3. Muensterland
  4. >
  5. Telgte
  6. >
  7. „Telgte ist für uns ein Glücksgefühl“

  8. >

Interview mit den Buchautoren Karin und André Niedostadek

„Telgte ist für uns ein Glücksgefühl“

Telgte

Karibisches Flair am Endlosstrand, sündig süße Versuchungen, verträumte Rückzugsorte unter Reet – 80 Orte voller Lebenslust, Entspannung und Kreativität präsentieren die beiden Telgter Karin und André Niedostadek in ihrem Buch „Glücksorte auf Föhr und Amrum – mit Pellworm und den Halligen“.

Nicht nur im Strandkorb auf Föhr oder Amrum, sondern auch in Telgte haben die beiden Autoren Karin und André Niedostadek bereits viele Glücksorte entdeckt. Foto: privat

Karibisches Flair am Endlosstrand, sündig süße Versuchungen, verträumte Rückzugsorte unter Reet – 80 Orte voller Lebenslust, Entspannung und Kreativität präsentieren die beiden Telgter Karin und André Niedostadek in ihrem Buch „Glücksorte auf Föhr und Amrum – mit Pellworm und den Halligen“. Über das Buch aber auch über ihre persönlichen Glücksorte in ihrer Heimatstadt Telgte sprach Andreas Große Hüttmann mit den Autoren.

 ie haben gemeinsam ein Buch über Glücksorte auf Föhr, Amrum, Pellworm und die Halligen geschrieben. Was ist Glück für Sie?

Karin Niedostadek: Das Glück als solches gibt es eigentlich gar nicht. Glück ist vielmehr etwas, das sich in unglaublich vielen Facetten zeigt. Das kann eine Begegnung sein, eine überraschende Entdeckung oder etwas Neues, das man ausprobiert hat. Das Schöne dabei: Glück lässt sich immer wieder neu entdecken. Übrigens ohne sich auf die Suche danach zu begeben. Das bringt nämlich nicht viel.

Das Reisen war lange Zeit unmöglich. Machte es da überhaupt Sinn, über solche Glücksorte zu schreiben?

André Niedostadek: Wir waren der Meinung, dass es Sinn macht. Vor allem Reiseziele hierzulande waren und sind in diesem Sommer noch attraktiver als sie vorher schon waren. Hier unbekannte Orte erstmals vorzustellen oder auch bekannte Orte mal aus einer unbekannten Sicht zu zeigen, das ist schon lohnend.

Sie sprechen davon, dass das Reisen im Kopf beginnt. Wohin reisen sie persönlich gerade auf diese Weise?

Karin Niedostadek: Wir sind ja vor einiger Zeit wieder ganz nach Telgte zurückgezogen. Was uns wirklich sehr freut. Mal von einigen aktuellen Projekten abgesehen, sind wir gerade dabei, die Region neu zu entdecken. Allein solche Touren zu planen, ist schon wie eine Reise im Kopf.

Kann das Buch und seine vielen schönen Fotos und kleinen Geschichten auch als Mutmacher in diesen durchaus schweren Zeiten dienen?

André Niedostadek: Das hoffen wir sehr. Das Buch möchte nicht nur kleine Auszeiten bieten, sondern auch mit einem Augenzwinkern dazu einladen, sich einmal zu fragen, was einem wichtig ist im Leben. Da können auch Kleinigkeiten Mutmacher sein und wenn es nur ist, mal für ein paar Minuten abzuschalten und die Sinne für das Schöne um uns herum zu schärfen. Das Ganze ohne dabei irgendetwas zu verklären oder durch eine rosarote Brille zu sehen.

Müssen Glücksorte eigentlich so weit weg liegen oder gibt es die auch in der Nähe. Sprich: Arbeiten sie auch an einem Buch über das Münsterland?

Karin Niedostadek: „Glücksorte im Münsterland“ wäre spannend gewesen. Aber das gab es schon. Wir freuen uns jedoch sehr darauf, die Reihe zu den Glücksorten Anfang nächsten Jahres mit einem ganz neuen Buch zu „Glückorte in Münster“ ergänzen zu können.

Was ist für sie in Telgte ein Glücksort und warum?

Karin Niedostadek: Telgte selbst ist für mich ein Glücksgefühl, weil es so viel bietet. Für uns ist es ein echter Rückzugsort und das im wahrsten Sinne des Wortes. Nach vielen Jahren in Düsseldorf wieder zurückzukommen, hat uns happy gemacht. Sehr gern bin ich in den Emsauen unterwegs und dann gibt es noch diesen ganz wunderbaren kleinen Naturnah-Garten in den Drostegärten. Wer in Telgte unterwegs ist, stößt immer wieder auf etwas Neues oder Unentdecktes. Gerade eben wieder habe ich auf einem Spaziergang einen riesengroßen grünen Apfel auf einem Baumstamm an der Kita Drostegärtchen bestaunt. Da werde ich gleich mal recherchieren, was es damit auf sich hat.

Hand aufs Herz: Was ist für sie persönlich das größte Glück, und ist das an einen Ort oder ein Ereignis gekoppelt?

André Niedostadek: Vielleicht muss es gar nicht ein „oder“ sein. Es gibt tatsächlich wunderbare Orte, die glücklich machen können, ebenso aber auch Ereignisse und Begegnungen mit Menschen. Wie schon erwähnt findet man das größte Glück kurioserweise tatsächlich oftmals in Kleinigkeiten. Vorausgesetzt es gelingt, sich darauf einzulassen.

Startseite