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Corona-Fälle im Paul-Gerhardt-Kindergarten Thema im Ausschuss

Thema hat hohe Wogen geschlagen

Telgte

Für viel Unverständnis bei etlichen Eltern sorgt die Tatsache, dass nach einem Coronafall in der Einrichtung für viele Kinder Quarantäne angeordnet wurde.

-agh-

Für viel Unverständnis bei etlichen Eltern sorgt die Tatsache, dass nach einem Coronafall in der Einrichtung für viele Kinder Quarantäne angeordnet wurde. Foto: Andreas Große Hüttmann

Die Corona-Situation im Paul-Gerhardt-Kindergarten hat nach Angaben von Fachbereichsleiterin Tanja Schnur „Wogen geschlagen“. Das sagte die Verwaltungsmitarbeiterin im Hauptausschuss.

Wie bereits berichtet, ist dort ein Kind infiziert, weshalb insgesamt 66 Kinder nach Angaben der Verwaltung in eine 14-tägige Quarantäne geschickt werden mussten. Elf würden derzeit noch in der Einrichtung betreut.

Die Wogen bezogen sich vor allem auf eine Reaktion des Kreises Warendorf nach der Entwicklung in der Telgter Einrichtung. Der habe sich mittlerweile an die Einrichtungen im Kreisgebiet gewandt und empfohlen, derzeit keine offenen Konzepte zu fahren, also die Kinder zwischen den Gruppen zu mischen. Denn letztlich, so Tanja Schnur, habe das dazu geführt, dass nicht nur eine Gruppe, sondern vielmehr nahezu die gesamte Einrichtung in Quarantäne geschickt werden musste.

Bürgermeister Wolfgang Pieper sagte gegenüber den Kommunalpolitikern, dass das Unverständnis etlicher Eltern angesichts der Quarantäne groß sei. Mit zahlreichen Anrufen und Mails sei nicht nur die Einrichtungsleitung, sondern auch die Verwaltung seit Tagen konfrontiert.

Er betonte, dass sowohl die Stadt als auch der Kreis an die Vorgaben gebunden seien, und die würden ein entsprechendes Vorgehen notwendig machen. Gleichwohl ließ er durchblicken, dass es für ihn nur schwer verständlich sei, dass sich Urlaubsrückkehrer nach einigen Tagen durch ein negatives Testergebnis „freikaufen“ könnten, hier aber anders gehandelt werde.

Auch an zwei Telgter Grundschulen gibt es derzeit Coronafälle. Nach Angaben der Verwaltung sind an der Marienschule zwei Kinder infiziert, an der Brüder-Grimm-Schule ein Kind. Gleichwohl, das betonte Pieper noch einmal, sei das Infektionsgeschehen derzeit sehr indifferent. Eine Häufung in gewissen Bereichen sei nicht zu erkennen.

Auf Nachfrage von Christoph Boge (CDU), der wissen wollte, ob es Zahlen gebe, wie viele Telgter mittlerweile durchgeimpft seien, sagte Pieper: „Es gibt leider keine kommunenscharfen Zahlen“.

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