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Kranzniederlegung des Schützenvereins Westbevern-Vadrup

Tradition im Coronajahr gewahrt

Westbevern

Auch wenn der Schützenverein Westbevern-Vadrup sein Schützenfest nicht feiern konnte, so wurde mit der Kranzniederlegung am Ehrenmal wenigstens diese Tradition gewahrt.

Von Bernhard Niemann

Auch wenn das Schützenfest der Vadruper Schützen aufgrund der Corona-Pandemie ausfallen musste, so wahrte der Verein mit der Gedenkfeier am Ehrenmal die Tradition, der verstorbenen Mitglieder mit einer Kranzniederlegung zu gedenken. Foto: Bernhard Niemann

Tradition pflegen, Erinnerungen wachhalten und die Leistungen der Vorfahren würdigen: Das alles verband der Schützenverein Westbevern-Vadrup mit der Kranzniederlegung am Ehrenmal des Vereins an der St.-Anna-Kapelle. Mit dieser Tradition nimmt der zweite Veranstaltungstag des Schützenfests üblicherweise seinen Anfang.

„Als Vorstand des Schützenvereins sind wir uns einig, dass, obwohl eine Durchführung unseres diesjährigen Schützenfestes nicht möglich ist, wir trotzdem an gewissen Traditionen festhalten wollen. Dazu zählt insbesondere unser heutiges Totengedenken. Denn ein Verein, der den verstorbenen Mitgliedern, die das Vereinsleben in der Vergangenheit geprägt und getragen haben, keine Ehre erweist, wird keine Zukunft haben“, sagte der zweite Vorsitzende Thomas Nosthoff. „Corona hat uns leider immer noch fest im Griff. Diese unsägliche Pandemie hat mittlerweile weltweit zirka 3,5 Millionen Todesopfer gefordert, davon zirka 88 000 alleine in Deutschland. Das sind erschreckende Zahlen, die man normalerweise nur aus großen Kriegen kennt und die einen betroffen machen, stecken doch hinter jeder einzelnen Zahl menschliche Schicksale, die von jetzt auf gleich aus dem Leben gerissen worden sind“, so Thomas Nosthoff weiter.

Zur Kranzniederlegung am Ehrenmal hieß er besonders den Ehrenvorsitzenden Gustav Sendner sowie die noch amtierenden Majestäten, Schützenbrüder und den Vadruper Fanfarenzug willkommen. „Die Tradition des Schützenfestes verbindet, denn in Zeiten raschen Wandels ist das Vereinsleben ein stabiler Faktor der Gemeinschaft. Deshalb bietet der Verein auch ein Stück Heimat, wo man mit Gleichgesinnten zusammentrifft und dasselbe Ziel verfolgt“, sagte Oberst Peter Rottwinkel. „In diesen beiden Jahren zwingt uns ein unsichtbarer Gegner namens Corona zur Vorsicht im Miteinander. Wie in jedem Ort, ist es auch dem Schützenverein Vadrup im vergangenen und diesem Jahr nicht möglich, sein Schützenfest zu feiern. Trotzdem möchten wir das Fest nicht aus den Augen verlieren, denn in drei Jahren wollen wir das 250-jährige Bestehen unseres Schützenvereins feiern. Ich hoffe, dass alle Schützenbrüder sowie Mitbürger Westbeverns, die an Corona erkrankt waren, sich gut erholt haben, um mit uns wieder zusammen feiern zu können“, so der Oberst.

Peter Rottwinkel verlas anschließend die Namen der Schützenbrüder, die im Zeitraum vom Jahr 2020 bis zum Tag des Gedenkens verstorben sind. Franz-Josef Gausepohl und Berni Bitter legten zu Ehren aller verstorbenen Vereinsmitglieder einen Kranz am Ehrenmal nieder. Der Vadruper Fanfarenzug unter Leitung von René Heitmann untermalte die Veranstaltung musikalisch. Diese war unter Einhaltung der Corona-Vorgaben vom Ordnungsamt der Stadt Telgte genehmigt worden.

Der Schützenverein hofft, im nächsten Jahr das Gedenken und das Schützenfest wieder im gewohnt großen Rahmen feiern zu können.

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