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Aktion: „Licht gegen das Vergessen“

Trauern, erinnern und gedenken

Telgte

Es geht darum, gemeinsam gegen das Vergessen anzugehen. Auch in Telgte und Westbevern wird die von Bundespräsident Walter Steinmeier initiierte Aktion „Licht gegen das Vergessen“ unterstützt.

wn

Die Aktion „Licht gegen das Vergessen“ Foto:

Bundespräsident Steinmeier hat für den 18. April 2021 einen Gedenktag für die Verstorbenen der Corona-Pandemie ausgerufen. Der Fachverband Friedhofsgärtner im Landesverband Gartenbau NRW begrüßt den Einsatz des Bundespräsidenten für die Verstorbenen und Angehörigen sehr und hat deshalb zum Gedenktag die Aktion „Licht gegen das Vergessen“ initiiert. Diese wird aktiv von den Treuhandstellen für Dauergrabpflege im Rheinland und Westfalen-Lippe unterstützt.

Natürlich wird diese bundesweite Aktion auch in Telgte ihren Niederschlag finden: Der Telgter Friedhofsgärtner Reinhard Große Jäger wird in Absprache mit Propst Dr. Michael Langenfeld am Sonntag sechs Lichter in Westbevern vor dem Ehrenmal an der Kirche aufstellen und anzünden und 18 Lichter vor dem Kreuz auf dem Kirchplatz der Clemens-Kirche platzieren.

Die Möglichkeiten, in der Pandemie zu trauern, seien stark eingeschränkt, heißt es in einer Pressemitteilung des Fachverbandes Friedhofsgärtner im Landesverband Gartenbau NRW. Schließlich dürfe nur der engste Familienkreis an der Trauerfeier teilnehmen und tröstende Umarmungen seien nicht möglich. „Oft konnten Hinterbliebene den Sterbenden nicht in den letzten Stunden begleiten. Ein einsamer Weg für die Sterbenden aber auch für die Angehörigen“, heißt es in der Pressenotiz. Der ohnehin schon schwere Trauerprozess werde so noch schwerer, denn auch die Trauergemeinschaft falle in Pandemiezeiten weg. Und damit nicht genug: „Hinzu kommt die schwere Entscheidung, wer darf dazu und wer nicht.“ Das sei eine immens belastende Situation, die so viele Menschen erleben mussten und müssen. „Wir Friedhofsgärtner möchten deshalb die Trauer aus dem Verborgenen holen und unterstützen deshalb den von Bundespräsident Steinmeier initiierten Gedenktag mit unserer Aktion „Licht gegen das Vergessen“, so Martin Walser, Geschäftsführer des Fachverbandes der Friedhofsgärtner im Landesverband Gartenbau NRW.

Aktion „Licht gegen das Vergessen“ unterstützen

Die beiden großen flächendeckend arbeitenden Treuhandstellen für Dauergrabpflege der Friedhofsgärtner im Rheinland und Westfalen-Lippe unterstützen diese Aktion aktiv und haben den Betrieben lilafarbene Kerzen zur Verfügung gestellt. Es handelt sich um sogenannte Vier-Tagesbrenner, die teils schon am Vorabend an exponierten Stellen auf den Friedhöfen aufgestellt werden. Die Treuhandstellen unterstreichen, dass Friedhöfe als Orte der Erinnerungen besonders wichtig seien, was auch die „Unesco“ mit der Anerkennung als immaterielles Kulturerbe unterstreiche. Es gehe um Trauern, Erinnern und Gedenken an die Verstorbenen, aber auch um kulturelle und soziale Aspekte der Trauerkultur mit Ritualen in der Gemeinschaft, die das Abschiednehmen erleichtern. „Trauer in Corona-Zeiten ist oft einsam. Mit dem vom Bundespräsidenten initiierten Gedenktag holen wir die Trauer aus dem Privaten und können so ein Zeichen in der Gemeinschaft setzen, als Anerkennung der Last, welche Hinterbliebene zurzeit erleiden müssen.“ Der Fachverband der Friedhofsgärtner setzt sich bei den Friedhofsträgern aber auch den Kirchen dafür ein, nach einem Abflauen der Pandemie, die Möglichkeit von Trauerfeiern in Kirchen und Kapellen den Angehörigen kostenfrei zu ermöglichen.

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