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Pfarrwallfahrt der Gemeinde St. Marien führt nach Vinnenberg

Trillerpfeifen als „Atemhilfe“

Telgte

Die Gemeinde St.Marien machte sich am Samstag selbst auf den Weg und pilgerte zum Kloster Vinnenberg.

Von Bernd Pohlkampund

Von der Schreinerei Lienkamp aus zogen die Teilnehmer der Pfarrwallfahrt, begleitet unter anderem von der Fahne der Wallfahrtsgilde, die restlichen rund 900 Meter bis zum Kloster. Foto: Bernd Pohlkamp

Zum Abschluss der Wallfahrtssaison machte sich die Kirchengemeinde St. Marien selbst auf den Weg nach Kloster Vinnenberg zum Bild der „Muttergottes vom Himmelreich“, dem ältesten Marienwallfahrtsort des Bistums.

Bei herrlichem Herbstwetter machten sich rund 130 Gläubige auf den Weg, darunter einige Familien mit Kindern. An der Tischlerei Lienkamp – kurz vor dem Ziel – begrüßte Propst Dr. Michael Langenfeld die unterschiedlich angereisten Gruppen: Die Fußpilger waren bereits um 6.30 Uhr gestartet, erhielten von ihm ebenso den Pilgersegen wie die Rad- und Buspilger. Als alle am vereinbarten Ort eingetroffen, mit einer Trillerpfeife ausgestattet und vom Propst begrüßt worden waren, setzte sich der Wallfahrtszug singend und betend in Bewegung.

Bis zum Kloster waren es noch etwa 900 Meter. Die Trillerpfeife hatte etwas mit dem Motto des Wallfahrtstages zu tun: „Atme in uns, Heiliger Geist“. Die Konzentration auf das eigene Auf- und Ausatmen zog sich durch alle Bereiche des Wallfahrtstages, und daher überreichte der Propst jedem Teilnehmer eine Trillerpfeife.

„Keine Wallfahrt ist wie die andere“, erzählt ein Teilnehmer, der schon viele Pfarrwallfahrten mitgemacht hat. „Dieses Mal ist es besonders schön.“ Sicherlich hatte auch das Wetter zum Gelingen des Wallfahrtstages beigetragen. Noch mehr allerdings wohl das Angebot: Die Prozession endete im Klostergarten hinter der Wallfahrtskirche. Dort feierten die Pilger zusammen mit Propst Dr. Michael Langenfeld einen Freiluftgottesdienst. Danach gab es für alle Teilnehmer – ebenfalls unter freiem Himmel – ein Mittagessen. Damit war der Aufenthalt in Vinnenberg noch lange nicht beendet. Das Planungsteam, das vom Propst Lob für die Organisation erhielt, hatte unterschiedliche Themen in verschiedenen Arbeitskreisen vorbereitet.

Für Mitorganisatorin und Pastoralreferentin Petra-Maria Lemmen war es wichtig, am Wallfahrtstag gemeinsam zu beten, auch wieder zu singen, Gottesdienst zu feiern und Gemeinschaft zu erfahren. „So können wir erleben, dass wir gemeinsam im Glauben unterwegs und miteinander lebendige Kirche sind.“

Zusammen mit weiteren Referenten bot sie verschiedene Workshops zu den Themen Atempause, Sound of Spirit, kreatives Drucken, „Der Geist bewegt: Windräder und Pustekunst, Atemmeditation, „Heiliger Geist in Bibel und Kunst: Impuls und Gedankenaustausch“ an.

Bevor am Nachmittag die Heimreise angetreten wurde, gab es noch den Schlusssegen – ebenfalls im Freien.

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