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Jahreshauptversammlung des Heimatvereins

Über 300 Stunden investiert

Telgte

Bei der Jahreshauptversammlung des Telgter Heimatvereins blickte die Vorsitzende Margareta Große Kleimann auf 2019 zurück, ließ aber das schwierige Jahr 2020 nicht außen vor.

Julius Schwerdt

Margareta Große Kleimann erstattete den Foto: Julius Schwerdt

Die roten Zettel auf den Sitzplätzen des Bürgerhauses machten es deutlich: „Hinsetzen verboten!“ Mit dem durch Corona gebotenen Abstand begann dann aber doch die Mitgliederversammlung des Heimatvereins. Eine traurige, zugleich aber logische Nachricht hatte die Vorsitzende Margareta Große Kleimann direkt zu Anfang: „Wir haben kein gedrucktes Jahresprogramm für 2020.“ Zu viele Aktivitäten hatten ausfallen müssen, die Arbeitskreise hätten erst nach und nach ihre Arbeit wieder aufnehmen können. Sie selbst habe vor allem den plattdeutschen Gesprächskreis vermisst.

Im Anschluss ließ Große Kleimann das schon weit zurückliegende Jahr 2019 Revue passieren: Zahlreiche kulturelle Veranstaltungen wie die Reihe „Heimatkultur“ fanden im Bericht ebenso Platz wie die Klassiker Doppelkopfturnier und Schnadgang. Die Arbeitskreise des Vereins waren ebenfalls tätig. Ob die Ruhebänke im gesamten Stadtgebiet oder die Blumenampeln und Weihnachtsbäume in der Altstadt: Die fleißigen Helfer des Vereins leisteten ganze Arbeit. So seien zehn Bänke rund um die Reha-Klinik Maria Frieden überarbeitet worden. „Der Arbeitskreis Bänke braucht weiterhin Unterstützung, damit frische Kräfte dabei sind“, erklärte Margareta Große Kleimann angesichts der über 300 Stunden Arbeit, die jährlich investiert würden. Der Altersdurchschnitt der Mitstreiter sei bei diesem Aushängeschild des Vereins nicht weiter gesunken.

Auch die Zahlen bei der Verschönerung der Innenstadt können sich sehen lassen: 250 Blumenampeln in Frühjahr, Sommer und Herbst sowie 125 Tannen im Winter sorgten in der Altstadt für Hingucker.

Nach dem Kassenbericht von Kassierer Willi Hemann – der Verein verzeichnete 2019 ein Plus von gut 2200 Euro – und der anschließenden Entlastung des Vorstandes gab es nur ein Amt neu zu besetzen: Hilmar Henke wurde einstimmig zum Kassenprüfer gewählt.

Auch auf 2020 erlaubte sich der Vorstand einen kurzen Blick. Während der Alltagsmenschen-Ausstellung waren Mitglieder als Objekt-Paten eingesetzt. „Glücklicherweise hatten sie keine Schäden zu melden“, zeigte sich Große Kleimann erfreut.

Einen neuen Veranstaltungsort hat der Verein ebenfalls hinzugewonnen: Im Knickenberghaus fanden zuletzt Vorstandssitzungen statt. Sobald die Corona-Lage es zulässt, sollen dort auch Veranstaltungen für die Mitglieder stattfinden. Bei einer dieser Sitzungen beschloss der Vorstand jüngst, eine Neuerung in puncto Eintrittsgelder: Damit sich eine Zugehörigkeit zum Heimatverein wieder mehr lohnt, sollen Nicht-Mitglieder in Zukunft eine höhere Teilnahmegebühr entrichten als die Mitglieder.

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