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Sondersitzung im Juni zum weiteren Vorgehen bei der Don-Bosco-Schule

Umbau im Bestand oder lieber ein Neubau?

Telgte

Sollte der Alt-Bestand der Don-Bosco-Schule nach der Fertigstellung des Neubaus umgebaut oder doch lieber abgerissen und durch ein ebenfalls neues Gebäude ersetzt werden: Mit dieser Frage werden sich die Kommunalpolitiker im Juni beschäftigen müssen.

-agh-

Während – links im Bild zu sehen – der Neubau an der Don-Bosco-Schule noch entsteht, steht im Juni bei einer Sondersitzung der Altbau im Mittelpunkt. Foto: Andreas Große Hüttmann

Damit haben viele Politiker und andere Projektbeteiligte sicherlich nicht gerechnet: Nach der Fertigstellung des Neubaus an der Don-Bosco-Schule war eigentlich geplant, das Bestandsgebäude unter anderem für die Verwaltung, die OGS und als Mensa umzubauen.

Doch nach ersten Planungen und Kostenberechnungen haben die Mitglieder des Schul- und des Planungsausschusses am 9. Juni bei einer gemeinsamen Sondersitzung eine Weichenstellung zu treffen. Denn nach vorläufigen Berechnungen der Experten sind die Kosten für einen Umbau im Bestand einerseits sehr hoch, andererseits hätte man am Ende, wie es Bürgermeister Wolfgang Pieper formulierte, immer noch eine „1b-Lösung“.

Daher wird es sich bei der gemeinsamen Sitzung um die Frage drehen, ob ein Neubau nicht am Ende die zielführendere Lösung wäre oder ob die Politik nach Abwägung aller Alternativen doch am Umbau im Bestand festhält?

Nach Angaben von Bürgermeister Wolfgang Pieper sind Knackpunkte folgende: die Anforderungen, die aus dem Brandschutz resultieren, die Sicherstellung von Rettungswegen, die geltenden Normen entsprechen müssen, und das große Thema der Barrierefreiheit. Das alles führt nach ersten Berechnungen der Fachplaner zu hohen Kosten und lässt sich im Bestand nur mit etlichen planerischen Tricks und Kniffen umsetzen.

Bei einem Neubau könnte dies alles direkt berücksichtigt werden, hinzu käme nach Angaben des Bürgermeisters auch, dass ein Neubau aus energetischer Sicht weitere Einsparpotenziale bringe, denn eine nachträgliche Dämmung des Alt-Bestandes sei nur bedingt möglich.

Pieper wollte das Thema im jüngsten Planungsausschuss nicht weiter vertiefen, denn die vorliegenden Informationen seien bislang noch bruchstückhaft, gleichwohl sprach er von einer wichtigen Weichenstellung, die im Juni anstehe. Seiner Ansicht nach sei der Zeitpunkt ideal, sich grundlegend mit dem Thema zu beschäftigen, es dann anhand der vorliegenden Informationen umfassend zu beraten und anschließend eine wie auch immer aussehende Entscheidung für oder gegen einen weiteren Neubau zu treffen.

In einem Halbsatz ging der Bürgermeister auch auf die aktuelle Neubaumaßnahmen ein, die sich aus verschiedenen Gründen (WN berichteten) verzögert haben. Aktuell seien keine weiteren zeitlichen Diskrepanzen hinzugekommen.

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