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Gesprächsabend im Pfarrheim St. Johannes

Umsetzung des Synodalen Wegs soll in den Gemeinden erfolgen

Telgte

Wohin führt der Synodale Weg? Um diese Frage ging es bei einem Gesprächsabend im Pfarrheim St. Johannes.

In der Kirchengemeinde St Marien fand nun ein Gesprächsabend über den Synodalen Weg mit fast 50 Teilnehmenden statt. Referentin war Prof. Dr. Dorothea Sattler. Foto: privat

„Erfolg oder Enttäuschung – wohin führt der Synodale Weg?“ Diese Frage beantwortete Prof. Dr. Dorothea Sattler bei einem gut besuchten Gesprächsabend im Pfarrheim St. Johannes. Die an der Uni Münster lehrende Theologin leitet mit dem Osnabrücker Bischof Franz-Josef Bode eines der vier Synodalforen und konnte daher direkt aus der praktischen Arbeit der Delegierten berichten.

Zudem gehört sie laut einer Gemeindemitteilung dem Gremium an, das nach der fünften und letzten Vollversammlung des Synodalen Wegs im März die Fortsetzung der angestoßenen Entwicklungen in einem Synodalen Rat vorbereiten wird. Dieser wird zudem die Anbindung an den weltkirchlichen Prozess fördern.

Für Prof. Sattler ist der Synodale Weg schon deshalb ein Erfolg, weil er erstmals Klerus, Wissenschaft und engagierte Repräsentanten aus Gemeinden und Verbänden zum offenen Gespräch über anstehende Themen im Katholizismus zusammenbrachte. So werde die von Papst Franziskus geforderte „hörende Kirche“ praktiziert, auch wenn das Echo aus Rom nicht immer positiv sei.

Ihrer Erfahrung nach sei Autorität in der Kirche heute stärker auf Argumente gestützt als auf das Amt. Das mache ihr Hoffnung, gemeinsam gute Antworten auf die drängenden Fragen nach Frauenordination, priesterlichem Leben, Gewaltenteilung und Missbrauchsverhinderung finden zu können. Entscheidend für den Erfolg, so die Dozentin, ist aber die Umsetzung in den Gemeinden vor Ort. Weil die Zeit eines Gesprächsabends zur Entwicklung von konkreten Ideen dazu nicht ausreichte, soll es eine Fortsetzung nach der letzten Synodalversammlung geben.

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