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Landwirte ziehen eine erste Bilanz der bisherigen Ernte

Unterschiedliche Ertragssituationen

Telgte

In einer ersten Bilanz zeigen sich die Telgter Landwirte mit der Gerste-Ernte zufrieden. Doch in diesem Jahr könnte es noch Probleme geben.

Von Bernd Pohlkamp

Kurze Pause beim Dreschen vor der großen Erntemaschine: Hugo Hertleif, Johannes Hertleif und Christian Tidde (v.l.) fachsimpeln dabei über die Getreidequalität, das Wetter und Feuchtigkeit der Körner. Foto: Bernd Pohlkamp

„Wir Landwirte sind zufrieden mit der Ernte der Gerste“, versichern Hugo Hertleif, Christian Tidde und Johannes Hertleif. Letzterer, zugleich Vorsitzender des Landwirtschaftlichen Ortsverbandes Telgte-Westbevern, schaut gerade bei einem Erntevorgang zu, um sich einerseits zu informieren und andererseits mit Berufskollegen etwa über deren Erträge oder Einschätzungen zu sprechen. „Auf den Feldern herrscht – fokussiert auf die Gerste – Zufriedenheit. Beim Schwergetreide müssen wir noch auf die Ergebnisse warten“, zieht er eine erste Bilanz.

Die Erträge fallen je nach Bodenbeschaffenheit unterschiedlich aus. Während rechtsseitig der Ems (etwa in der Bauerschaft Vechtrup) das Getreide auf sandigen Böden als Futtermittel eingesetzt werde, biete der Boden auf der linken Emsseite (beispielsweise in Raestrup) eine gute Chance zur Verwendung in der Lebensmittelproduktion.

„Weizen, Gerste, Triticale, Roggen und Hafer werden auf den Feldern rund um Telgte angebaut“, erläutert Johannes Hertleif. „Das Endergebnis der Getreideernte liegt noch nicht vor. Aufgrund der Trockenheit – da hilft auch der Regen in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag nicht mehr – erwartet er je nach Standorten eine durchschnittliche Ernte. Allerdings gebe es auch Abschnitte, wo das Getreide erheblichen Schaden genommen habe, hat er von Berufskollegen erfahren.

Viele Landwirte fahren ihr zum Teil überschüssiges Getreide zur Raiffeisen Münster Land in den Kiebitzpohl. Dort werden die angelieferten Futtermittel erfasst, bei Bedarf getrocknet, gelagert und weitergehandelt. „Während der Getreideernte,“ so Geschäftsführer Reinhard Pröbsting, „erfassen wir bis zu 40 000 Tonnen Getreide im Einzugsgebiet der Genossenschaft. Wir haben in den vergangenen Jahren kontinuierlich in Annahme- und Lagerkapazitäten investiert, um Wartezeiten in der Haupt-Erntezeit zu vermeiden“, betont er.

Haupterfassungsstandorte sind Telgte, Everswinkel und Greven. In Telgte und Greven sind zudem Hochleistungstrockner im Einsatz.“

Größere Sorgen bereitet Johannes Hertleif die im Herbst anstehende Maisernte. „Es ist viel zu trocken. Für die Felder benötigen wir mit Blick auf den wachsenden Mais dringend Regen in größerer Menge.“ Denn nur mit einer guten Maisernte würden die Landwirte die Futtergrundlage für die Milchviehbetriebe, Schweinemäster und Biogasanlagen schaffen.

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