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Benediktinerpatres initiieren Spendenaktion für die schwer kranke Elna in Indien

Unterstützung im Kampf gegen die Leukämie

Telgte

Elna Sanil, die Nichte von Pater Stephen, der als Benediktiner in der Kirchengemeinde St. Marien lebt, hat Leukämie. Für die sehr teure Behandlung werden dringend Spendengelder benötigt.

-agh-

Pater Ephrem (l.) und Pater Stephen zeigen auf eine Karte des Subkontinents Indien und auf den Wohnort der kleinen Elna und den Ort, wo sie derzeit in einem Spezialkrankenhaus behandelt wird.  Foto: Andreas Große Hüttmann, privat

Vor rund zwei Jahren war noch alles in bester Ordnung: Elna Sanil, die Nichte von Pater Stephen, der als Benediktiner in der Kirchengemeinde St. Marien lebt, feierte zusammen mit ihren Klassenkameraden ihre Erstkommunion. Im feinen Kleid ging sie in die Kirche, verlebte zusammen mit ihrer Familie und ihren Freunden einen schönen Tag.

Doch bereits einige Monate später verschlechterte sich Elnas Gesundheitszustand zunehmend. Als die Symptome immer schlimmer wurden ging sie zusammen mit ihren Eltern zum Arzt und nach Untersuchungen durch Spezialisten stand nach einige Monate später die Diagnose fest – das Mädchen leidet an einer sehr aggressiven Art von Leukämie.

Seit Sommer vergangenen Jahres ist die zwölfjährige Inderin daher im Christian Medical College in Vellore in Indien in Behandlung. „Die Mediziner dort haben sich unter anderem auf Leukämie spezialisiert und einen sehr guten Ruf“, sagt der Benediktinerpater. Doch der Geistliche muss weiter um seine Nichte bangen, die etwa 400 Kilometer von ihrem Heimatort entfernt in Behandlung ist. Denn nach einer Stammzellen-Therapie im Herbst verschlechterte sich Elnas Gesundheitszustand zunächst weiter. Mittlerweile ist die Zwölfjährige wieder stabil, kann aber das Bett nicht verlassen, weitere Behandlungen durch die Spezialisten sind dringend notwendig.

Krankenversicherungssystem fehlt in Indien

Genau das ist das Problem. Denn in Indien gibt es kein mit Deutschland vergleichbares Krankenversicherungssystem. Die Behandlung hat bereits über 100.000 Euro gekostet. Nur einen kleinen Teil davon hat die Versicherung von Elnas Vater übernommen, der als Facharbeiter für ein deutsches Unternehmen in Indien tätig ist. Einen Anteil in Höhe von 10.000 Euro hat der Orden von Pater Stephen beigesteuert, weitere rund 15.000 Euro sind durch Spenden aus Deutschland hinzugekommen. „Dafür bin ich sehr dankbar“, sagt der Benediktinerpater. Den Rest hat die Familie beigesteuert.

Doch die neusten Nachrichten aus Vellore sind alles andere als gut. Um Elnas Gesundheitszustand langfristig zu verbessern und den Kampf gegen die Leukämie endgültig zu gewinnen, ist nach Schätzungen der Mediziner eine weitere große Summe notwendig. Denn ein Tag im Spezialkrankenhaus in Vellore kostet rund 1000 Euro. Zum Vergleich: Eine Lehrerin verdient in Indien rund 1000 Euro im Monat. „Wir versuchen alles, um Elna zu helfen“, sagt der Benediktinerpater, der vor einigen Wochen bei einem Heimaturlaub seine Nichte besucht hat.

Er hat daher eine Spendenaktion ins Leben gerufen, um dem zwölfjährigen Mädchen zu helfen und die Leukämie zu besiegen. Die Pfarrcaritas in Milte, dort ist der Geistliche unter anderem seelsorgerisch tätig, hat ein Sonderkonto eingerichtet. Dieses hat die IBAN DE70 4005 0150 0034 3883 06. Als Zweck sollte „Elna“ angegeben werden. Spendenquittungen werden bei Bedarf ausgestellt.

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