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Versammlung des Freundeskreises Museum Religio

Verein ist mittlerweile auf 200 Mitglieder angewachsen

Telgte

Dieses Jahr gibt es ein abwechslungsreiches Programm im Museum Religio. Dies war nur einer der Punkte, die auf der Tagesordnung der Versammlung des Freundeskreises Museum Religio standen.

Von Bernd Pohlkampund

Der Vorstand des Freundeskreises Museum Religio (v.l.): Dr. Rüdiger Robert, Dr. Theo Mehring, Ulla Rüter, Bernd Köper, Adalbert Hoffmann und Dr. Michael Langenfeld. Foto: Bernd Pohlkamp

Der Freundeskreis Museum Religio hat im vergangenen Jahr das Museum erneut materiell und ideell gefördert. Bei der Mitgliederversammlung am Montagabend im Hungertuchraum des Museums zog deren Vorsitzender Dr. Rüdiger Robert eine erfreuliche Bilanz. Auf 200 Mitglieder sei der Verein inzwischen gewachsen.

In seinem Tätigkeitsbericht nannte Rüdiger Robert die Höhepunkte der letzten Monate: So habe sich der Freundeskreis an der Veröffentlichung über das Telgter Hungertuch von 1623 ebenso beteiligt wie an der Ausstellung „Geld und Glaube“. Er hob die Vortragsveranstaltung zu „Antisemitismus – gestern und heute“ ebenso hervor wie weitere Schriftenreihen – etwa die Geschichte „Vom Heimathaus zum Museum Religio – mehr als ein Versprechen“.

Ankauf von Kunstwerken

Zum Jahresausklang gab es unter erschwerten Bedingungen ein Eierkuchenbacken mit einem Erlös von 500 Euro. Der Freundeskreis unterstützt den Ankauf von Kunstwerken. Dazu gehört erneut der Erwerb von Tapisserien der Textilkünstlerin Martha Kreutzer-Temming. Einen weiteren Ankauf gab es für historische Bilderbögen.

In diesem Jahr gibt es ein abwechslungsreiches Programm: so die Ausstellung „Muslimische Lebenswelten in Deutschland – Er gehört zu mir“ – vom 5. Mai bis zum 28. August. Zweck dieser Ausstellung sei die Erstellung einer Web-App in arabischer und türkischer Sprache.

In Vorbereitung ist der Kauf einer Nachschnitzung des Gnadenbildes im Verhältnis 2:1 von der Katholischen Kirchengemeinde St. Marien. Die Weitergabe der Nachschnitzung an das Museum Religio erfolgt am 2. Mai.

Interreligiöses Chorlabor

Einen weiteren Höhepunkt gibt es vom 10. bis zum 12. Juni mit „Trimum-Trimum vor Ort“. Hierbei handelt es sich um ein interreligiöses Chorlabor, in dem sich Juden, Christen und Muslime gegenseitig zum Mitsingen einladen und gemeinsam die Schönheit der drei monotheistischen Religionen erleben. Begleitet wird dieses Projekt mit einer Sonderausstellung zu muslimischen Lebenswelten in Deutschland.

„Muslimfeindlichkeit: Die Angst vor dem Unbekannten“ lautet das Thema einer Vortragsveranstaltung am 29. September. Eine Exkursion zur Wewelsburg, der einzigen Dreiecksburg Deutschlands, ist für den Herbst geplant. Besucht wird in Büren im Kreis Paderborn die Erinnerungs- und Gedenkstätte über die SS mit einer Dauerausstellung, die die Gesamtgeschichte der SS in großer Breite museal auf 850 Quadratmetern präsentiert.

Jahrbuch des Kreisheimatvereins

Für dieses Jahr vorgesehen ist auch die Bestandserhaltung des kulturellen Nachlasses von Ludwig Baur. Rüdiger Robert wies auf die Bedeutung der konservatorischen Sicherung von Entwurfsskizzen, insbesondere zu Kirchenfenstern, hin. 24 000 Euro werden benötigt. Ermöglicht wird dieses über eine Co-Finanzierung durch den Freundeskreis mit Unterstützung der Sparkasse Münsterland Ost.

Schließlich wies der Vorsitzende auf eine Veröffentlichung im Jahrbuch des Kreisheimatvereins Warendorf-Beckum hin. Der Titel: „Zwischen Hakenkreuz und Christenkreuz: Die Entstehung und Anfänge des Museums Religio als Heimathaus Telgte“. Dankbar zeigte sich der Vorsitzende über die Tätigkeit seines Kassierers Bernd Köper. Dieser habe erneut eine ausgezeichnete Arbeit geleistet.

Nach der einstimmigen Entlastung des Vorstandes wurden mit Detlev Dierkes und Christoph Boge die Kassenprüfer gewählt.

In ihrem Bericht sprach die stellvertretende Museumsleiterin Dr. Simone Müller über den Erwerb von Kunstwerken und Grafiken, über die Einrichtung eines Depots in Münster und über die Erarbeitung eines umfassenden Zukunftskonzeptes.

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