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Schreiben des Bürgermeisters zur Verkehrssituation in Westbevern-Dorf

Verkehrsminister eingeladen

Telgte/Westbevern

Bürgermeister Wolfgang Pieper hat sich erneut an Landesverkehrsminister Hendrik Wüst gewandt. Und wieder war die prekäre Verkehrssituation in Westbevern Thema.

Von A. Große Hüttmann

Zwischen den Zahlen, die der Landesbetrieb Straßen NRW für Westbevern angibt und den Ergebnissen einer Verkehrszählung der Bürgerinitiative gibt es erhebliche Unterschiede. Das nimmt der Bürgermeister zum Anlass, der Rat hatte ihn entsprechend beauftragt, sich an den Landesverkehrsminister sowie den Landesbetrieb zu wenden und um eine verlässliche Datengrundlage zu bitten. Foto: Andreas Große Hüttmann

„Ich möchte Sie dringend bitten, möglichst zeitnah eine verlässliche amtliche Verkehrszählung für die Durchfahrt im Ortsteil Westbevern-Dorf – differenziert nach Pkw und Lkw – zu veranlassen. Auf der Basis verlässlicher Zahlen sollte es dann besser möglich sein, gemeinsam Lösungsansätze für die Verkehrssituation in Westbevern zu diskutieren“, heißt es in einem Schreiben, das Bürgermeister Wolfgang Pieper an Landesverkehrsminister Hendrik Wüst sowie den Landesbetrieb Straßen NRW geschrieben hat.

Hintergrund des Ganzen sind die Ergebnisse einer von der Initiative „Zukunft Westbevern jetzt“ durchgeführten Verkehrszählung im Dorf.

Denn während der Landesbetrieb Straßen NRW bislang von 6000 Kraftfahrzeugen in 24 Stunden, darunter rund 500 Lkw spricht, kommt die Initiative auf eine durchschnittliche Verkehrsbelastung an Werktagen von über 10 000 Fahrzeugen in 24 Stunden, darunter im Durchschnitt 1300 Lkw.

Das Datenmaterial war daraufhin nicht nur eingehend im politischen Raum diskutiert worden, sondern der Rat hatte (wie bereits berichtet) die Stadtverwaltung um Kontaktaufnahme mit dem Landesverkehrsminister und mit dem Landesbetrieb Straßen NRW gebeten.

Denn, daran lässt Bürgermeister Wolfgang Pieper keinen Zweifel: „Die Zahlen, die die Initiative ermittelt hat, sind so alarmierend, dass es die selbstverständliche Reaktion einer Stadt sein muss, um ein Gespräch und Aufklärung zu bitten.“

Zur Erinnerung: Bereits vor fast genau einem Jahr hatte sich Pieper sowohl an den Landesverkehrsminister als auch an Straßen NRW gewandt, und nicht nur ein dickes Paket mit 1200 Unterschriften von Bewohnerinnen und Bewohnern des Dorfes übermittelt, die sich insbesondere für eine Sperrung der Ortsdurchfahrt für den Lkw-Durchgangsverkehr einsetzen, sondern zeitgleich auch auf das Thema Verkehrsbelastung in Westbevern aufmerksam gemacht.

Auch wenn eine Reaktion bislang ausgeblieben ist, erneuert Pieper seine Bitte an den Minister, sich selbst vor Ort ein Bild von der Situation zu machen und ein direktes Gespräch mit der Initiative, Vertretern der Westbeverner Vereine sowie von Rat und Verwaltung zu führen.

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