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Kaum Möglichkeiten in Vadrup

Verzweifelte Suche nach Baugrund

Westbevern

Das Aus für das am Heidkamp in Vadrup geplante Baugebiet war für viele ein Schock. Jetzt wird verzweifelt nach Alternativen gesucht.

-stk/agh-

Verzweifelt wird in Vadrup nach Flächen für ein Neubaugebiet gesucht. Eine Möglichkeit wird nordwestlich der Bahn gesehen. Foto: Geoportal NRW 2020

Einstimmig wurde die Verwaltung auf Antrag der CDU vom Planungsausschuss beauftragt, als Reaktion auf das Aus für das angedachte Baugebiet „Heidkamp“ mit sofortiger Wirkung ein Suchverfahren zur Ermittlung geeigneter Wohnbauflächen in Vadrup auf den Weg zu bringen. Eine Realisierung am Heidkamp ist wegen unlösbarer Entwässerungsfragen nicht möglich (WN berichteten). Der Westbeverner Krink hatte einen Bürgerantrag mit einer ähnlichen Stoßrichtung eingebracht, dieser wurde in der Ratssitzung näher besprochen.

Norbert Woestmeyer

In seiner Begründung im Planungsausschuss sprach Norbert Woestmeyer (CDU) von einem „echten Trauerspiel“, dass die Planungen so lange gedauert hätten. Das hätte niemals sieben oder acht Jahre sein dürfen. „Aber der Bedarf für Wohn- und Bauflächen ist weiter da. Wir müssen zügig schauen, wo Ersatzflächen geschaffen werden können“, so Woestmeyer weiter.

Klaus Resnischek

Die Kritik an der Verwaltung wollte der SPD-Fraktionsvorsitzende Klaus Resnischek so nicht stehen lassen, auch wenn er „100 Prozent“ hinter dem CDU-Antrag stehe. „Die Verwaltung hat nicht acht Jahre geschludert. Wir waren ja auch die ganze Zeit dabei“, erinnerte Resnischek, selbst seit über 40 Jahren in Vadrup ansässig. Auch Udo Woltering (Grüne) sah den Bedarf, „aber nicht die Baugebiete“. Es werde schwierig werden, geeignete Flächen zu finden. Die einzige Möglichkeit sah er auf der nordwestlichen Seite der Bahn. Durch die Teilung würde dann aber „fast ein neuer Ortsteil“ entstehen.

Wolfgang Pieper

Bürgermeister Wolfgang Pieper hält es „kaum für möglich, in Vadrup eine sinnvolle Wohnungsbauentwicklung im Zentralbereich vorzunehmen“. Die Entwässerungsprobleme sieht er auch an anderen Stellen im Ort. Die Fläche an der östlichen Ortseinfahrt direkt an der Umgehungsstraße hält er zudem aus Lärmschutzgründen für nicht wirklich geeignet. Lärm und die Entwässerung würden auch südlich der Umfahrung für Probleme sorgen. Nordwestlich der Bahn verortet Pieper mögliche Planungshindernisse mit Blick auf Geruchsimmissionen, die von den umliegenden Gehöften ausgehen. „Die Frage ist, will sich Vadrup nordwestlich der Bahn weiterentwickeln“, so der Bürgermeister weiter. „Wenn wir den Auftrag bekommen, dann gehen wir das an.“ Im Zentralbereich müsse gleichsam mit der Pinzette in bestehenden Lücken gearbeitet werden, mehr sei dort wohl nicht möglich.

Mit Blick auf das Dorf, Dietmar Große Vogelsang (CDU) hatte nachgefragt, sagte Pieper, dass im Juni der Aufstellungsbeschluss für den zweiten Bauabschnitt für das Baugebiet Lütken Esch erfolgen soll.

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