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Pilgertag der Klasse 3b der Grundschule Rinkerode führt nach Telgte

Viel Futter für Geist und Seele

Telgte/Rinkerode

Die Klasse 3b der Grundschule in Rinkerode pilgerte nach Telgte und machte dabei viele schöne Erfahrungen.

Von A. Große Hüttmann

Nach ihrer Ankunft in Telgte besuchten die Nachwuchs-Pilger das Museum Religio. Dort wurden sie von zwei waschechten Jakobspilgern empfangen, die von ihren Erlebnissen berichteten.

Pilgern ist ansteckend: Diese Überzeugung konnte man beim Zusammentreffen mit Annette Surel und ihrer Grundschulklasse gewinnen. Denn die Lehrerin aus Telgte hat ihre Begeisterung für das „Beten mit den Füßen“ an die Kinder weitergegeben. Und die wiederum waren bei ihrem Besuch in der Wallfahrtsstadt Telgte nicht nur wie „waschechte“ Jakobspilger mit Muschel und Pilgerausweis ausgestattet, sondern auch begeistert dabei. „Es macht großen Spaß“, war mehrfach zu hören.

Früh­mor­gen­s war ­die Klasse 3b an der Grundschule in Rinkerode gestartet – allerdings (noch) mit dem Bus. Annette Surel hatte sich nämlich für den Pilgertag ein besonders schönes Stück des Jakobsweges zwischen Warendorf und Telgte ausgesucht, der größtenteils längs der Ems herführt.

Sechs Kilometer absolvierten die Schüler dabei, bevor sie an der Wallfahrtskapelle eintrafen. „Schon von weitem wurde jedes Pilgerzeichen von den Kindern entdeckt und vieles am Wegrand in Augenschein genommen. Für die Kinder eine stramme Leistung“, berichtete die Pädagogin.

Um auf dem Weg die Aufmerksamkeit der Kinder für weitere Details zu schärfen, hab es auch ein kleines Spiel. Wer als Erster den Kirchturm der Wallfahrtskirche erblickte, wurde nach mittelalterlichem Brauch der Pilgerkönig“, berichtet die Lehrerin. Tino Ahlers war der Glückliche mit den Adleraugen, der schon aus weiter Ferne den Turm ausmachte.

Am Ziel, dem Museum Religio und seiner Krippenausstellung angekommen, zogen wurde erst einmal ein Pilgerlied gesungen „zwar mit Maske, aber das dämpfte nicht die Freude“, berichtet Annette Surel

Empfangen wurden die Grundschüler übrigens von zwei erfahrenen Telgter Pilgern: Günter Albrecht und Ludwig Rüter, die beide schon in Santiago de Compostela waren. Sie erzählten von ihren Pilgererfahrungen und hatten zudem eine große Jakobus-Figur aus Holz mitgebracht. Im Herdfeuerraum des Museums konnten sich die Nachwuchs-Pilger dann nicht nur aufwärmen, sondern es gab auch noch ein Frühstück und einen heißen Kakao.

Danach bestaunten die Kinder die traditionellen und modernen Krippen, die ihnen sehr gut gefielen. Zum Abschluss ging es noch in die Wallfahrtskapelle, wo jedes Kind einen Zettel mit einem Friedenswunsch für sich oder für die Welt ablegte. „Als Dank erklang zudem noch einmal das Pilgerlied“, berichtet die Lehrerin. Mit dem Bus ging es anschließend wieder zurück nach Rinkerode.

„Den Kindern hat der Tag riesigen Spaß gemacht. Gerne kommen wir im nächsten Jahr wieder nach Telgte“, zieht Annette Surel ein begeistertes Fazit dieses Experiments. Denn für sie steht fest: Pilgern fördert die Kinder in ihrer Persönlichkeit, stärkt die Klassengemeinschaft und bietet Futter für Geist und Seele.“

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