FDP stellt Arbeitsschwerpunkte für die nächste Legislaturperiode vor

Viel Geld in Schulen investieren

Telgte

Die FDP hat ihr Wahlprogramm mit den Arbeitsschwerpunkten für die kommende Legislaturperiode vorgelegt.

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Viel Geld wollen die Freien Demokraten in die Schulen investieren. Und das gilt nicht nur für die weiterführenden Schulen Foto: Stefan Flockert

Die FDP Telgte hat sich in ihrem Wahlprogramm für die nächste Legislaturperiode eine Reihe von Arbeitsschwerpunkten gesetzt. Der ruhende und der fließende Verkehr müssen in Telgte optimiert werden. Dazu schlagen die Freidemokraten interaktive Verkehrsführungen, gesteuert über eine Verkehrsapp, vor. Das Schaffen von mehr Wohnraum in der Stadt müsse einhergehen mit einem deutlich besseren stadtnahen Angebot an Parkflächen. Ablösezahlungen für nicht geschaffene Parkplätze dürfe es in Zukunft nicht mehr geben. Kunden und Besucher der Stadt würden durch die Straßen kurven und nicht wissen, wohin mit dem Wagen. Und es führen eben nicht alle Rad. Die Stausituation an den beiden innerstädtischen Bahnübergängen müsse im Zusammenspiel auch mit der Bahn analysiert werden. „Ein immer weiter so, immer schlechter so, bei dem anstehenden Halbstundentakt der Bahn, sei nicht die Lösung“, heißt es in der Pressemitteilung der FDP. „Wir setzen auf kluge Ideen des auf Antrag der FDP von der Stadt beauftragten Verkehrsgutachters.“

Für alle Telgter Schulformen sei kurz- und mittelfristig viel Geld in die Hand zu nehmen, um die Schulgebäude baulich für einen guten Unterricht herzurichten. Die zuerst anstehende Baumaßnahme an der Don-Bosco-Schule sei nur der Auftakt. Die FDP will im Hinblick auf die Übermittagbetreuung an den Grundschulen, dass Eltern für ihr Kind oder ihre Kinder wählen können zwischen der offenen Ganztagsschule und der 8-1-Betreuung (ÜMI), die für viele Eltern als Betreuungsangebot ausreichend ist. Und es müsse jetzt zügig in die digitale Infrastruktur aller Schulen investiert werden – „und für uns ganz wichtig auch in die notwendige Schulung der Lehrerschaft. Die Fördertöpfe für diese Ausstattung waren noch nie so gut gefüllt.“

Die Leerstände von Ladenlokalen in der Altstadt machen der FDP Sorgen. Sie möchte die städtische Wirtschaftsförderung stärken und erhofft sich durch flankierende Maßnahmen – wie eine bessere Verkehrsinfrastruktur zum Beispiel durch Schaffen von altstadtnahen Parkplätzen – eine Belebung der Altstadt. „Wir wollen hier nicht kampflos den örtlichen stationären Einzelhandel der Online-Konkurrenz überlassen“, heißt es.

Die Stadt Telgte sei beim Angebot an bezahlbarem Wohnraum schlecht aufgestellt. Ein gutes Angebot an Wohnraum diene auch der Wirtschaftsförderung. Die freien Demokraten möchten Wohnraum schaffen auf bereits versiegelten Flächen im Bereich des Orkotten, aber auch durch die Möglichkeit der Nachverdichtung auf großen Grundstücken, sofern die Eigentümer das wünschen. Bei der Umnutzung von landwirtschaftlichen Flächen für den Wohnungsbau sei größtmögliche Zurückhaltung geboten. Landwirtschaftliche Betriebe, die zum Gesicht von Telgte gehören, seien in ihrer Existenz zu schützen.

Die Umsetzung der beschriebenen Arbeitsschwerpunkte steht unter dem Vorbehalt einer soliden Finanzierbarkeit. Das sei schon, gerade in Coronazeiten, schwer genug. „Deshalb unterstützen wir auch keine kostenintensiven Projekte, die zwar schön sind, aber nicht notwendig.“

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