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Wortgottesdienst der Telgter Teilnehmer der Osnabrücker Wallfahrt

Viel Hoffnung und Zuversicht

Telgte

Zusammen mit Dr. Hans-Werner Dierkes feierten mehr als 70 Telgter, die sonst an der Wallfahrt von Osnabrück nach Telgte teilnehmen, am Samstagmorgen einen Wortgottesdienst im Dümmert.

Von A. Große Hüttmannund

Zusammen mit Dr. Hans-Werner Dierkes feierten mehr als 70 Telgter, die sonst an der Wallfahrt von Osnabrück nach Telgte teilnehmen, am Samstagmorgen einen Wortgottesdienst im Dümmert. Foto: Andreas Große Hüttmann

„Ich will euch Hoffnung und Zuversicht geben“: Das Leitwort der 169. Osnabrücker Wallfahrt zog sich am Samstagmorgen wie ein roter Faden durch den Wortgottesdienst, den mehr als 70 Teilnehmer der Telgter Gruppe im Dümmert feierten. Denn die Corona-Pandemie machte der größten Fußwallfahrt im deutschsprachigen Raum zum bereits zweiten Mal in Folge einen Strich durch die Pläne.

Statt die 46 Kilometer lange Strecke von Osnabrück nach Telgte in der Gemeinschaft mit tausenden Gleichgesinnten zurückzulegen, feierten am Samstag viele Wallfahrtsgruppen und -vereine, die sonst an dem Großereignis teilnehmen, an verschiedenen Stellen entlang der Strecke Gottesdienste und Andachten.

Dafür hatte die Wallfahrtsleitung eigens eine kleine Broschüre unter dem Titel „Der virtuelle Wallfahrtsweg nach Telgte“ erarbeitet. „Mit diesem Angebot wollten wir eine Möglichkeit anbieten, durch einheitliches Vorgeben von Gebeten und Liedern das Gemeinschaftliche aufrechtzuhalten und trotz der Einschränkungen durch die Pandemie zu fördern“, betonte der Technische Leiter Karlheinz Schomaker.

Ein kleiner Vorbereitungskreis um Pastoralreferentin Petra-Maria Lemmen und Eckart Niermann hatte den Wortgottesdienst im Dümmert vorbereitet und als Zelebranten erneut Dr. Hans-Werner Dierkes gewinnen können, der nicht nur gebürtig aus Telgte stammt, sondern der Osnabrücker Wallfahrt und dem Thema Pilgern seit vielen Jahrzehnten eng verbunden ist.

Der Geistliche äußerte am Ende des Gottesdienstes die große Hoffnung, dass sich die Teilnehmer im kommenden Jahr wieder ohne Einschränkungen auf den Weg machen können. „Das wäre uns allen zu wünschen“, sagte er, und ein wenig Wehmut schwang in seinen Worten mit.

Das sah Propst Dr. Michael Langenfeld, der an dem Gottesdienst teilnahm, sehr ähnlich. Er sprach in diesem Zusammenhang aber davon, dass die Wallfahrten nach einer langen Zeit der Einschränkungen langsam wieder aufleben würden. Die Grevener Stadtwallfahrt kam am Wochenende nach Telgte und feierte vor dem Gnadenbild einen Gottesdienst, zudem Pilger aus Bevergern.

Nicht nur eine kleine, offizielle Delegation der Osnabrücker Wallfahrtsleitung traf zudem am Samstagnachmittag in der Emsstadt ein, um vor dem Gnadenbild eine Kerze zu entzünden, sondern den gesamten Nachmittag und bis in den Abend hinein kamen Einzelpilger und Kleingruppen, die sich auf den Weg gemacht hatten – entweder die gesamte Strecke oder Teilstücke. Der Osnabrücker Weihbischof Johannes Wübbe feierte zudem am Sonntagmorgen einen Gottesdienst in der Clemenskirche, denn traditionell macht sich sonst ein Großteil der Pilger wieder zu Fuß auf den Rückweg nach Osnabrück.

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