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Planungen in Westbevern-Dorf und Vadrup

Viel Platz für Bauwillige

Westbevern

Die Ausweisung von zwei Baugebieten in Westbevern – eines am Lütken Esch im Dorf und eines neben dem Bolzplatz in der Lütken Heide in Vadrup – hat der Planungsausschuss am Donnerstagabend auf den Weg gebracht.

Andreas Große-Hüttmann

Rund um die Schutzhütte und den Bolzplatz in Vadrup ist ein Baugebiet mit über 50 Wohneinheiten geplant. Foto: Große Hüttmann

Sowohl Volker Hövelmann als auch Josef Strotmeier, beide Mitglieder der CDU-Fraktion, fragten bezüglich der Leistungsfähigkeit der Straße „Im Lütken Esch“ nach. Bereits bei der Anliegerversammlung hatte dieses Thema eine große Rolle gespielt. Von einigen Westbevernern war bezweifelt worden, dass die Straße geeignet sei, den zusätzlichen Verkehr aufzunehmen. Das bestritt Carsten Lang vom Planungsbüro Wolters.

Kleinere Veränderungen wird es bei den Planungen im Dorf geben: Auf Anregung der Anlieger soll – das nahm der Planer als Idee mit – ein Grünstreifen rund um das gesamte Baugebiet gezogen werden. Bislang sehen die ersten Skizzen in Teilbereichen diese Grünzonen noch nicht vor.

Bezüglich der Planungen im Dorf scheiterten die Grünen mit einem Antrag, auch eine kleinteiligere Wohnbebauung zu ermöglichen. In Vadrup kamen sie wiederum mit dieser Idee durch, die von der SPD unterstützt wurde, da ein CDU-Mitglied vorschnell die Hand bei der Abstimmung gehoben hatte.

Die Grünen warfen der CDU bei der Diskussion des Themas vor, Wahlversprechen, die auf Plakaten bezüglich bezahlbaren Wohnraums gemacht worden seien, zu ignorieren. „Es gibt nicht nur den Einzelhaus-Bauer“, sagte Peter Spieker. Volker Hövelmann (CDU) widersprach deutlich. Die Wünsche der Menschen, die überwiegend Einfamilienhäuser haben wollten, dürften nicht ignoriert werden.

Bürgermeister Wolfgang Pieper sprach mit Blick auf beide Baugebiete von einer „behutsamen Planung mit Augenmaß“. Das Ziel sei es, in Abschnitten zu denken, unter anderem deshalb, um über einen längeren Zeitraum eine entsprechende Nachfrage befriedigen zu können.

Wie bereits berichtet, sollen im Dorf 27 Grundstücke entstehen – unter Umständen in zwei Etappen –, in Vadrup über 50. Die Erschließung in Vadrup soll definitiv in drei Abschnitten erfolgen. Carsten Lang sprach von 17 Wohneinheiten im ersten, 23 Häusern im zweiten und 16 im dritten Bauabschnitt.

Kritik gab es von Politikern der Grünen und der CDU bezüglich der vom Planungsbüro Wolters vorgesehenen Art der Regenwasserversickerung im künftigen Baugebiet in Vadrup. Es könne nicht sein, dass tiefe Gräben statt grüner naturnaher Zonen entstehen würden, hieß es unter anderem.

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