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Versammlung des Vereins „Hilfe für Waisenkinder in Namibia“

Viele Ideen für Waisen-Förderung

Westbevern

Anlässlich der Mitgliederversammlung des Vereins „Hilfe für Waisenkinder in Namibia“ wurden die Anwesenden über die neusten Projekte und Ideen informiert. Bei einer Maßnahme stockt es aber aktuell. Auch das sprach der Vorsitzende Hubert Kleuser an.

Von Bernhard Niemann

Barbara Rogl (2.v.), zu der der Westbeverner Verein „Hilfe für Waisenkinder in Namibia“ einen engen Kontakt hält, war vor einiger Zeit zu einem Austausch bei den Vorstandsmitgliedern Birgit Leyendecker (l.) sowie Hans-Jürgen Pfützner und Hubert Kleuser (r.). Sie sorgt vor Ort für die sinnvolle Vergabe der Spendengelder. Das berichtete der Vorstand bei der Mitgliederversammlung Foto: Bernhard Niemann

Kindern in Namibia eine bessere Bildung ermöglichen und ihnen damit die Chance geben, sich selbst eine gesicherte Zukunft aufzubauen: Das ist das Hauptziel des Vereins „Hilfe für Waisenkinder in Namibia“. Dafür haben Mitglieder und Spender in den vergangenen Jahren schon viel Geld zusammengetragen, wodurch zahlreiche Projekte in Okahantje verwirklicht werden konnten. Weitere sollen bald in Angriff genommen werden.

Vor allem die Versorgung der Bevölkerung mit Grundnahrungsmittel war in jüngster Zeit ein Anliegen des Vereins. „Wir tun, was wir können“, stellte der in seinem Amt als erster Vorsitzender bestätigte Hubert Kleuser anlässlich der Mitgliederversammlung heraus. Und er betonte in diesem Zusammenhang: „Es wurden auch einzelne Kinder gefördert. Auch die Beschaffung von Lebensmittelpaketen, Schulmaterialien und weiteren dringend benötigten Dingen bleibt Standard.“

Als neues Förderprojekt wurde das Nature-Aware­ness-Projekt vorgestellt. Das Ziel des Ganzen ist es, Kindern etwas über die namibische Natur beizubringen und ihr Bewusstsein für das Thema Nachhaltigkeit zu fördern. Diese Inhalte werden unter anderem durch Vorträge an Schulen und Ausflüge in die Natur vermittelt. Zudem soll es zukünftig eine digitale Lernplattform und Lernvideos geben.

Die Spendenbereitschaft sei weiter gut, unterstrich Kleuser bei der Versammlung. „Und das trotz der Pandemie“, ergänzte der stellvertretende Vorsitzende Hans-Jürgen Pfützner. Alle Gelder kämen zu 100 Prozent den Kindern zugute, versichern sie.

Zu Barbara Rogl, die sich als Farmbesitzerin schon lange für die Kinder und das Land einsetzt, hält der Verein aus Westbevern seit Jahren einen engen Kontakt. Sie war Ideengeberin bei der Vereinsgründung und sorgt vor Ort für die sinnvolle Verteilung der Mittel.

Aktuell gibt es aber Probleme, hieß es bei der Mitgliederversammlung: Die Förderung des Anbaus an die Schule gestalte sich schwierig. Hinsichtlich der Klärung der Eigentumsverhältnisse seien dem Verein keine Nachweise vorgelegt, welche zur einer Förderung berechtigen würden. „Daher floss hier auch kein Geld“, berichtete Hubert Kleuser in seinem Jahresbericht.

In dem Anbau sollen die Schüler untergebracht werden. Bisher werden sie bei Farmerfamilien oder Freuden untergebracht. Kassenwartin Birgit Leyendecker berichtete von den Ein- und Ausgaben. Lob gab es für ihre saubere Buchführung.

Daher lag es auf der Hand, dass eine Wiederwahl gefordert wurde. Hubert Kleuser (erster Vorsitzender), Hans-Jürgen Pfützner (zweiter Vorsitzender), Birgit Leyendecker (Kassiererin) und Mareike Pfützner (Schriftführerin) bilden weiterhin den Vorstand. Aufgrund der Corona-Pandemie fällt das Oktoberfest auch 2021 aus.

Aktuell plant Hans-Jürgen Pfützner, in wenigen Wochen nach Namibia zu fliegen, um sich vor Ort selbst ein Bild von der Lage und dem zielgerichteten Einsatz der Spendengelder zu machen.

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