1. www.wn.de
  2. >
  3. Muensterland
  4. >
  5. Telgte
  6. >
  7. Viele Türen geöffnet

  8. >

Aktionen und Programm für Klimapilger

Viele Türen geöffnet

Telgte

Auf ihrem Weg von Polen ins schottische Glasgow machten die Klimapilger auch in Telgte Station. Nachdem die Gruppe von Bürgermeister Wolfgang Pieper empfangen worden war, stand unter anderem eine Baumpflanzaktion an. Am Freitagmorgen ging’s nach Münster weiter.

Von A. Große Hüttmann

Mit einer ganzen Reihe von Programmpunkten wurden die Teilnehmer des Ökumenischen Klimapilgerns am Abend unterhalten. Neben einer Baumpflanzaktion, bei der das Philharmonische Jugendblasorchester aufspielte, gab es ein meditatives Abendgebet in der Kapelle sowie ein Nachtcafé zwischen Propstei und Kirche. Foto: Andreas Große Hüttmann

„Klimapilgern öffnet Türen“, sagt Ulrich Davids aus Bückeburg über seine Motivation, die Gruppe von Pilgern etliche Etappen auf ihrem Weg zu begleiten. Im Weserbergland ist der dazugestoßen und hatte eigentlich nur die Möglichkeit, bis Münster mitzugehen. Die Freude ist ihm anzumerken, als er am Donnerstagabend vor der Clemenskirche davon erzählt, dass er die Wanderer in Sachen Klimagerechtigkeit nun sogar – das hat sich ganz kurzfristig ergeben – bis Amsterdam begleiten kann.

Türöffner hat für den früheren Stadtplaner dabei eine doppelte Bedeutung. Denn Türen öffnet das Klimapilgern seiner Meinung nach nicht nur, um über örtliche oder regionale Projekte informiert zu werden und sie in vielen Fällen auch anzuschauen. „Wann hätte man sonst schon die Möglichkeit dazu, beispielsweise über ein riesiges Windkraftfeld von den Planern und Betreibern direkt informiert zu werden?“, sagt Davids. Türöffner bedeutet für ihn aber auch, mit den Menschen vor Ort ins Gespräch zu kommen, um beispielsweise etwas über ihr Lebensumfeld, ihre Meinung zum Thema Klimaschutz oder das, was sie aktiv dazu beitragen, zu erfahren.

Und genau dazu boten sich am Donnerstagabend viele Gelegenheit. Nachdem die Teilnehmer des Ökumenischen Klimapilgerns am Rathaus von Bürgermeister Wolfgang Pieper begrüßt worden waren (WN berichteten), gab es nach dem Quartierbezug in Räumlichkeiten der Gemeinde und einer stärkenden Suppe eine Baumpflanzaktion.

Direkt neben den Bäumen der Städtepartnerschaft auf dem Weg vom Christoph-Bernsmeyer-Haus zum Kreuzweg pflanzten die Pilger zusammen mit Pfarrerin Sabine Elbert und Propst Dr. Michael Langenfeld eine Eiche. Die soll an das Ereignis erinnern und zugleich einen kleinen Teil zum Klimaschutz beitragen.

Musikalisch begleitet wurde diese Aktion vom Philharmonischen Jugendblasorchester des Telgter Gymnasiums unter der Leitung von Claudia Mendel. Zudem hatten Mitglieder der Frauengemeinschaft einen Infotisch rund um die KFD und ihre Aktivitäten, auch im Bereich Klima, aufgebaut.

Nach einem meditativen Abendgebet, das Firmanden aus der Gemeinde unter Leitung von Pastoralreferent David Krebes mit vorbereitet hatten, bestand bei einem sogenannten Nachtcafé zwischen Propstei und Kirche die Möglichkeit, besagte Türen zu öffnen und miteinander ins Gespräch zu kommen.

Am nächsten Morgen ging es dann in einer besonders großen Gruppe nach Münster. Denn mehrere Klassen de Telgter Gymnasiums, der Hildegardisschule aus Münster und eine Gruppe der katholischen Hochschulgemeinde begleiteten dabei die Klimapilger auf diesen rund 15 Kilometern. Zudem schlossen sich weitere Interessierte an.

Für Ulrich Davids die perfekte Gelegenheit, wieder mit Menschen verschiedenen Alters und verschiedener Motivation ins Gespräch zu kommen.

Startseite