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Projekt der Marienschule

Vielstimmig zur eigenen CD

Telgte

Im Rahmen eines Projektes haben die Schülerinnen und Schüler der Marienschule eine eigene CD erstellt.

Bernd Pohlkamp

Der „Schulchor“ im Tonstudio Turnhalle bei den Tonaufnahmen. Schulleiterin Elisabeth Ewers erhält als Auszeichnung und für die Teilnahme eine „Goldene CD“. Foto: Pohlkamp

Völlige Stille herrschte in der zu einem Ton- und Aufnahmestudio umfunktionierten Mönkediek-Turnhalle. Und Spannung lag in der Luft, als 218 Grundschüler auf dem Hallenboden standen und den beiden Musikpädagogen Hendrik Müller-Späth und Cullen Corley von den Mini-Musikern aus Münster zuhörten.

Diese hatten in der Turnhalle ihr mobiles Tonstudio aufgebaut und bereiteten die Grundschüler gerade mit einem sogenannten „Warm-up“ der Stimmbänder auf Gesangsaufnahmen vor. Die Ergebnisse werden schon bald auf einer CD mit allen Liedern des Tages verewigt und erhältlich sein.

Die Marienschule ist zu einer Mini-Musiker-Grundschule geworden, weil sie für die Dauer von zwei Halbjahren an einem entsprechenden Zertifizierungsprogramm teilnimmt.

Ein Gemeinschaftserlebnis war und ist das Ganze für die Grundschulkinder mit ihren 14 Lehrerinnen. „Singen macht glücklich, und beim gemeinsamen Singen entwickelte sich eine starke Einheit“, freut sich Schulleiterin Elisabeth Ewers über das Projekt. Sie war mit ihren Kolleginnen ebenfalls gefordert war: „Alles Gute“ sangen sie. Auch dieser Song wird auf der CD sein.

Aufgenommen wurde, was die Schüler bereits gerne und oft im Schulalltag singen. Die beiden Musikpädagogen ermutigten die Kinder an dem Projekttag immer wieder, konzentriert zu sein und mit Leidenschaft zu singen sowie bei der Sache zu sein. Dennoch kam es gelegentlich vor, dass einzelne Abschnitte wiederholt werden mussten, weil der richtige Ton nicht immer gleich getroffen wurde. „Das macht nichts“, betonten die Musikpädagogen und nahmen den Schülern die Mikrofonangst. „Wir fügen die einzelnen Liedabschnitte am Ende perfekt zusammen.“

Nach der gemeinsamen Aufnahme in der Turnhalle wurde das Tonstudio in den größten Klassenraum verlegt. Klassenweise wurde jetzt gesungen. Insgesamt waren es 14 Lieder, die vom „Schulchor“, den einzelnen Klassen, von einem Projektchor und vom Lehrerkollegium aufgenommen wurden. Alle Schüler sangen eifrig mit. Ab und zu trugen auch kleine, an einer Wäscheleine vor den Augen der Kinder angebrachte „Brücken“, dazu bei, dass sie textsicher waren.

Die beiden Musikpädagogen verstanden es nach Angaben der Verantwortlichen, Musik auf spielerische Weise zu vermitteln. Sie motivierten die Kinder und diese erlebten hautnah etwas Besonders. Immer wieder hörte man die fröhliche Unbefangenheit in den einzelnen Stücken heraus. „Das „Singen hat richtig Spaß gemacht“, strahlte auch die Koordinatorin des Projektes, Anke Stahl.

Am Ende des Projekttages erhielt Elisabeth Ewers nicht nur als Dank für die Leistung aller Beteiligten eine goldene CD, sondern auch die Zusage, dass noch vor den Sommerferien die erste eigene, von allen Schülern und Lehrern besungene CD, fertiggestellt ist.

Nach der Ferienpause geht es thematisch weiter, und der Musikunterricht wird mit neuen Materialien aufgepeppt. In der Adventszeit kommen die Mini-Musiker-Pädagogen wieder und nehmen mit den Grundschülern und Lehrern Lieder für eine Weihnachts-CD auf.

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