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Flüchtlingsunterbringung in Vadrup

Vier Wohneinheiten geplant

Westbevern

Ab Mitte September soll das Landgasthaus in Vadrup als Flüchtlingsunterkunft genutzt werden. Dann wird die öffentliche Nutzung als Hotel und Restaurant eingestellt. Die Verwaltung erläutert das Prozedere.

wn

Nachdem sich etliche Bürger mit Fragen an die Verwaltung gewandt haben, bezieht diese im Vorfeld der Bürgerinfoveranstaltung am 10. März bereits öffentlich Stellung. Foto: Björn Meyer

Im Vorfeld der Bürgerinfoveranstaltung zur künftigen Nutzung des Landgasthauses hat die Stadt einige Fragen aufgegriffen, die Bürger gestellt haben. „Wir haben viele Gespräche geführt und E-Mails beantwortet“, berichtet Fachbereichsleiter Thomas Riddermann, „und wir möchten vermeiden, dass sich falsche Informationen festsetzen.“

Deshalb weist die Verwaltung auf Folgendes hin: Die Eigentümer der Immobilie hätten der Stadt das Gebäude bereits im Herbst vergangenen Jahres angeboten. Tatsächlich sei von Anfang an eine Anliegerinformation geplant gewesen, aber die Klärung der Einzelheiten habe sich lange hingezogen. „Ich verstehe durchaus, dass die Anlieger gern vor Abschluss eines Mietvertrages informiert worden wären“, zeigt Bürgermeister Wolfgang Pieper. „Aber solange die Rahmenbedingungen nicht klar waren, hätte ich mich mit öffentlichen Informationen auf sehr dünnem Eis bewegt.“

Wenn ab Mitte September in dem Gebäude geflüchtete Menschen einziehen, dann werde die Nutzung als Restaurant und Hotel – einschließlich Kegelbahn – nicht weitergeführt. Die Verwaltung möchte dort nach und nach bis zu 40 Flüchtlinge unterbringen, dafür werden baulich vier Wohneinheiten mit eigenen Kochgelegenheiten geschaffen. „Die Familien oder auch Einzelpersonen werden diese beziehen, vorhandenes Mobiliar wird übernommen. Die Menschen werden sich selbst verpflegen“, ergänzt Thomas Riddermann.

In den Gemeinschaftsräumen – dem derzeitigen Gastraum – sollen Begegnungen und Aktivitäten der Bewohner stattfinden, sie sollen aber auch für Treffen mit ehrenamtlichen Betreuern, Sprachkurse oder Kinderbetreuung zur Verfügung stehen. Die Zuweisung soll in enger Abstimmung und Begleitung durch die ehrenamtlichen Betreuer, die Sozialarbeiterin und das Ordnungsamt erfolgen.

„Ich verstehe, dass die Aufgabe eines Gasthofes Kritik hervorruft“, so Wolfgang Pieper. „Ich bitte allerdings um Verständnis dafür, dass die notwendige Anmietung von Wohnraum für Flüchtlinge nicht in einem klassischen basisdemokratischen Prozess stattfinden kann. Es handelt sich um eine gesetzlich verpflichtende Aufgabe, die bei der erforderlichen Anzahl notwendiger Unterkunftsplätze gar nicht anders leistbar wäre.“

Die Bürgerinformation findet am 10. März um 19 Uhr in den Räumen des Landgasthauses statt. Alle Interessierten sind dazu eingeladen.

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