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Baumaßnahme auf der Schleifstiege

Vollsperrung sorgt für etliche Verärgerung

Telgte

Aufgrund einer Baumaßnahme ist die Schleifstiege derzeit voll gesperrt, zuvor war noch ein schmaler Durchgang für abgestiegene Fahrradfahrer und Fußgänger gegeben. Das sorgt für Verärgerung.

Von Andreas Große Hüttmann

Aufgrund einer Baumaßnahme ist die Schleifstiege derzeit voll gesperrt, zuvor war noch ein schmaler Durchgang für abgestiegene Fahrradfahrer und Fußgänger gegeben. Foto: Anne Reinker

Das Unverständnis ist groß. Der Grund dafür: Wegen eines Hausbaus ist die Schleifstiege schon seit einiger Zeit nicht mehr mit dem Pkw zu befahren. Seit wenigen Tagen aber ist zusätzlich der schmale Durchgang neben dem Baustellenkran für Fußgänger und Radfahrer gesperrt – sehr zur Verärgerung einiger Gottesdienstbesucher, die in die nahe Clemenskirche wollen, sowie von Anliegern und etlicher Geschäftsleute.

„Nachdem sehr lange Zeit an anderer Stelle an der Schleifstiege eine Baustelle wegen eines anderen Neubauprojektes mit erheblichen Einschränkungen für alle war, geht es nun fast nahtlos weiter“, schüttelt der Inhaber eines Ladenlokals in der Nähe den Kopf. Er sieht die neuerliche Sperrung, verbunden mit dem Baustellenchaos am Münstertor, als existenzgefährdend an. „Täglich haben wir Anrufe von Kunden von außerhalb, denen wir den Weg durch die vielen Baustellen erklären müssen“, sagt er.

In gleicher Angelegenheit hat sich auch FDP-Ratsfrau Karin Horstmann eingeschaltet und fragt in einer Nachricht an das Ordnungsamt: „Muss so eine Komplettsperrung wirklich sein?“ Beispielsweise der Eine-Welt-Laden der Kirchengemeinde, der Fahrradhändler und andere Geschäfte im Nahbereich hätten schon reichlich gelitten, als vor Monaten die Straße saniert und der andere Neubau errichtet worden sei. „Ich bitte dringend darum, wie bisher für Fußgänger und Radfahrer einen Durchgang freizumachen“, betont Karin Horstmann.

Nach Angaben der Stadt habe sich das Straßenverkehrsamt des Kreises Warendorf die Situation vor Ort angesehen. „Die Durchfahrt war nur so breit, dass Fußgänger den Weg passieren konnten und Fahrradfahrer hätten absteigen müssen“, heißt es in einer Stellungnahme der Verwaltung.

Es seien viele Fahrradfahrer aber uneinsichtig gewesen und nicht abgestiegen. Daher sei es zu gefährlichen Situationen und sogar zu Beinahe-Unfällen gekommen. „Aufgrund dessen wurde vom Kreis Warendorf die Vollsperrung verkehrsrechtlich angeordnet“, schreibt die Stadt und macht zugleich ein wenig Hoffnung: „Sollte sich die Situation ändern und die Durchfahrtsbreite wieder erhöhen, ist die Öffnung der Straße für Fußgänger und Fahrradfahrer wieder möglich.“

Sowohl das Hochbauunternehmen als auch die Bauherren hätten den Durchgang gerne offen gehalten, allerdings entschied der Kreis Warendorf anders.

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