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Kita Lüttenland hat einen neuen Schwerpunkt

Vom Pflanzen bis zur Ernte

Telgte

Mit den Kleinen geackert wird bei der Kita Lüttenland. Spielerisch erfahren sie dabei alles vom Pflanzen bis zur Ernte.

Von Stefan Flockert

Zu Beginn wurde gefragt, um welche Pflanzen es sich wohl handelt. Später wurde auch noch gepflanzt. Foto: Stefan FlockertStefan Flockert

„Hier wird geackert“ ist am Eingang der Kita Lüttenland auf einem Banner zu lesen. Und beim Blick in den Garten der Einrichtung an der Georg-Muche-Straße wird deutlich, was es damit auf sich hat. Dort ist ein zehn mal zwei Meter großer Acker entstanden, auf dem zehn kleine Parzellen abgesteckt sind, auf denen in den kommenden Jahren unter der Regie der „GemüseAkademie“ Ackerbau im Kleinen betrieben werden soll.

„Als neue Kita haben wir nach einem Schwerpunkt gesucht. Andere haben Musik oder Bewegung“, berichtet Kita-Leiterin Jutta Schäfer über die Hintergründe. „Wir wollten ein Alleinstellungsmerkmal für Telgte und Umgebung haben. Da sind wird auf die GemüseAkademie gestoßen, die uns mit diesem Projekt in den nächsten Jahren begleiten wird.“

Am Dienstagmorgen waren Lea Hermans und Lena Kemker von der Akademie gekommen, um auf dem in einer Elternaktion vorbereiteten Acker die ersten Pflanzen gemeinsam mit den sechs teilnehmenden angehenden Schulkindern in die Erde zu bringen. Bis zu 25 Gemüsearten sollen auf den kleinen Feldern wachsen. Die Kinder erleben bei diesem Projekt, wo ihr Essen entsteht. Sie begleiten die Pflanzen durch das Jahr – von der Pflanzung bis zur Ernte. Dann wird natürlich auch gemeinsam gekocht. Andere Teile des Gemüses werden zudem verkauft. Dadurch lernen die Mädchen und Jungen die vollständige Produktionskette des Gemüseanbaus kennen. „Sie erleben so auf praktische Weise, wo unsere Lebensmittel herkommen, wie viel Arbeit im Gemüseanbau steckt und welche Bedeutung die Natur als Lebensgrundlage für uns hat“, heißt es in der Projektbeschreibung der „Ackerdemie“. „Dadurch entwickeln sie mehr Wertschätzung für Natur und Lebensmittel.“ Ziel ist, die junge Generation für gesunde Ernährung und Nachhaltigkeit zu begeistern.

Am ersten Projekttag waren die sechs Mädchen und Jungen genauso wie ihre das Projekt begleitenden Erzieherinnen Birgit Peperhove und Andrea Volmer ganz gespannt, was sie erwartet. Zu Beginn bewiesen sie, dass sie Zucchini, Fenchel, Möhre und Co. bereits kennen. Dass es aber Rote und Gelbe Beete oder Palmkohl gibt, war für sie genauso neu wie die Kartoffelsorte „Blue Kongo“, die innen lila ist. Natürlich wurden auch die erste Pflänzchen gesetzt.

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