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Schlitzohren der KG Schwarz-Gold wählen den nächsten Ordensträger

Von der Ober- direkt in die Unterwelt

Telgte

Sie wählten nicht nur ein neues Mitglied in ihrer Mitte, das beim Herrenabend der Narren ernannt werden soll, sondern hatten auch Programm zwischen Ober- und Unterwelt – die Schlitzohren der KG Schwar-Gold Telgte.

Von Bernd Pohlkampund

14 Schlitzohren der KG Schwarz-Gold – hier auf der Kapellenstraße – erklärten die „Corona-Gefangenschaft“ scherzhaft für beendet und hatten bei einem kleinen Rundgang durch die Ober- und Unterwelt Telgtes einen schönen Abend. Foto: Bernd Pohlkamp

Schlitzohrigkeit, Schlagfertigkeit und ein großes Herz für ehrenamtliches Engagement, das alles haben die Mitglieder der Karnevalsgesellschaft Schwarz-Gold gemeinsam, die sich auf Einladung von Peter Vorholt trafen – die „Schlitzohren“ unter den Narren. Seit 1986 wird die gleichnamige Auszeichnung verliehen.

„Schlitzohrigkeit ist eine vielschichtiger Ausdruck,“ sagt Peter Vorholt. „Bei der KG ist er humorvoll und anerkennend gemeint.“ Er ist Sprecher der Ordensträger, also gleichsam das „Ober-Schlitzohr“. 20 davon gibt es bei der KG, 14 davon trafen sich jetzt auf dem Marktplatz, doch niemand kannte das Programm.

„Es geht heute in die Ober- und Unterwelt, und die liegt nah beieinander,“ verkündete Vorholt am Ausrufer. Die erste Überraschung erlebte Gerhard Stemmer, der an der Münsterstraße eine kleine Hobby-Zinngießer-Werkstatt betreibt und für viele Orden der Karnevalsgesellschaft verantwortlich ist, als der Organisator vor dem Eingang stehen blieb und verkündete: „Wir statten deiner Werkstatt einen Besuch ab.“ Offensichtlich wusste nur Stemmers Frau davon. Nach einem Rundgang durch diese „Brutstätte“ der Karnevalsorden ging es weiter – direkt gegenüber in die Unterwelt. Der Weg führte direkt zum ehemaligen Apotheker Friedrich Dittloff. Dabei konnten die Narren nicht nur einen Blick in Telgtes Gewölbewelt werfen, sondern erhielten auch viele Informationen darüber, wie sie gesund durch die nächste Session kommen.

Zum Abschluss gab es ein Schlitzohren-Menü in der historischen Gaststätte Tante Lina: Dicke Bohnen mit Beilagen, echt Münsterländer Art, erklärte Vorholt den Anwesenden.

Die waren wegen des Treffens sehr zufrieden, denn es hatte für sie auch etwas von Rückkehr zum normalen Leben. „Wir haben uns in dieser Runde drei Jahre lang nicht gesehen und sind froh, endlich wieder schöne Stunden gemeinsam zu erleben,“ freute sich Paul Möllers.

Doch mit den dicken Bohnen war der Abend noch nicht zu Ende. Die Anwesenden hatten noch einen Tagesordnungspunkt, der hieß: „Wer wird das 21. Schlitzohr?“ Gefunden haben sie ihn, soviel sei verraten.

Doch die Antwort kennen bislang nur die 14 Anwesenden, gelüftet wird das Geheimnis nämlich erst beim Herrenabend im Januar kommenden Jahres.

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